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Startseite » MITTEILUNGEN » MITTEILUNGEN Folge 3 (1988)

Die Textvorlage zu J. H. Zangs „Ostertriumph“

Michael Heckmann

Der heutige Hörer geistlicher Kantaten des 18. Jahrhunderts - und als eine späte Blüte an diesem Baume haben wir Zangs Kantaten anzusehen - gerät meistens in ein Dilemma: Er hört die Musik, ist davon angetan, schaut genauer auf die Texte der Musik - und ist enttäuscht, zumindest verwirrt. Was soll man bei all der schönen Musik mit Texten anfangen, die uns schwülstig, zumindest aber verworren erscheinen. Bilder und Wortformeln treten oft in einer Dichte auf, die uns ratlos bis aggressiv machen, weil wir sie in dieser Fülle ohnehin schwer verdauen können. Solche Gefühle der Ratlosigkeit oder des Unmuts begegnen Hörern nicht nur in Kantaten Bachs, ähnliches kann uns auch etwa in der Nr. 2 des „Ostertriumphs“ von J. H. Zang widerfahren.

Bei genauerem Hinsehen freilich offenbart sich: Die Probleme, die wir heute mit Kantatentexten haben, hatten die Zuhörer damals nicht. Der Grund dafür liegt darin, dass die zeitgenössischen Kantatenhörer wie selbstverständlich zu einer Sprache Zugang hatten, die uns heute schon fast verlorengegangen ist: Die Sprache der Bibel.

Wer sich die Mühe macht, Kantatentexte des 17. und 18. Jahrhunderts zu untersuchen, stellt bald fest, dass die Textdichter der Kantaten in ihren geistlichen Dichtungen keineswegs freischwebend-kreativ verfuhren, sondern dass sie ihre Werke in für uns kaum vorstellbarem Umfang aus dem Schatz biblischer Sprache speisten. Wer auch immer die Textdichter waren, Theologen - bei Zang vielleicht Pfarrer Hecht? -, die Komponisten selbst oder Gelegenheitsdichter, alle verband zu ihrer Zeit der in den Alltag hineinreichende, überaus lebendige Umgang mit dem Wort Gottes, der Bibel. Die Heilige Schrift war den Menschen von den ersten Leseübungen in der Schule bis über Bibel- und Katechismus-Examina für Erwachsene in den Kirchengemeinden gegenwärtig. Eine lebendige Sprache, von vielen gesprochen, verträgt Kürzel, verträgt Abkürzungen. So brauchte der Textdichter von Zangs „Ostertriumph“ eben nur die Worte „Lamm“ oder „Löwe“ zu benutzen, und die Anspielungen auf bestimmte Kapitel in der Bibel wurden verstanden, Anspielungen, die wir uns heute erst in mühsamer Arbeit wieder entschlüsseln müssen.

Das interessante an den Kantatendichtungen der Zang-Kantaten ist, dass wir hier einem theologischen Umgang mit der Bibel begegnen, der eigentlich schon aus der Mode gekommen war. Genauer gesagt, das Selbstverständnis der Theologie selber begann sich zu ändern. Je mehr die Wissenschaften auch in die Theologie Einzug hielten, (und das war zu Zangs Zeiten bereits so) desto mehr wurde die Bibel zu einem Objekt über das man redete, desto weniger war die Bibel Wort Gottes, das zu den Gläubigen sprach.

Eine solch „veraltete“ Sicht der Bibel spricht aber noch aus den Kantatentextdichtungen, die Zang vertonte. Die Tatsache, dass diese Texte voll sind von biblischen Anspielungen, zeigt, dass sich der Textdichter noch als einer verstand, der die Bibel nicht durch eigene originelle Ideen für die Gegenwart retten wollte, wie es in der beginnenden Zeit der Aufklärung üblich wurde. Das Anliegen des Textdichters des „Ostertriumphes“ ist vielmehr, das Wort Gottes zur Sprache zu bringen, indem er die Bibel zum Ausleger ihrer selbst macht: Er bezieht biblische Texte ohne Rücksicht auf ihre Entstehungszeit aufeinander, wenn sie sich nur thematisch annähern lassen. Ein gutes Beispiel hierfür ist der Auslegungsprozess im Satz 2 des „Ostertriumphs“ zu der Textstelle: „Ihr Rachen ist gesperrt“ (vgl. Kantatentext). Die Meinung, dass zur Bibel nichts Äußeres mehr hinzukommen muss, sondern dass die Heilige Schrift ihre eigene Auslegerin ist, stammt aus der Reformation und erlebte ihren Höhepunkt in der lutherischen Orthodoxie des angehenden 18. Jahrhunderts. Es ist schon beeindruckend - auch im Text des „Ostertriumphs“ - mit welcher profunden Bibelkenntnis die Textdichter damals aufwarten konnten.
Wenn die biblischen Grundlagen mancher abgekürzten Formulierung erschlossen werden, sehen wir plötzlich auf die Tiefe mancher Kantatendichtung.

Dieser Aufsatz will ein bescheidener Versuch einer solchen Erschließung sein. Indem Kantatentext und Vorlage unmittelbar nebeneinander gedruckt werden, wird deutlich, dass es kaum eine Formulierung gibt, die der Dichter ohne Anlehnung an die Bibel geprägt hat.

Die Auswahl der biblischen Texte

Die biblischen Texte, die der Textdichter des „Ostertriumphs“ quasi als Folie für seine Dichtungen herangezogen hat, haben ihren Bezug zum Thema Ostern einerseits durch ihre Funktion als Lesungen, die in den Gottesdiensten der Osterzeit gehalten wurden (etwa Mk. 16, Lk. 24, die Emmausgeschichte, oder auch 1. Kor. 15, die Auseinandersetzung des Apostels Paulus mit Tod und Auferstehung), andererseits durch den erweiterten Kontext, den es damals für einen biblischen Theologen beim Thema Auferstehung zu bedenken galt. Worin besteht dieser erweiterte Kontext?

Jesu eigenes Auftreten, sein Sterben und Auferstehen ist in der Bibel im Zusammenhang mit der Endzeit der Geschichte gesehen. In dieser Endzeit wird es zum Kampf zwischen göttlichen und widergöttlichen Mächten kommen, wobei die göttlichen Mächte für (ewiges) Leben stehen, die widergöttlichen (Hölle, Satan) für Tod und Verdammnis.
Mit Jesu Tod und Auferstehung ist der Sieg Gottes über die widergöttlichen Mächte grundsätzlich errungen, der Christ aber wird mit seinem Leben noch hineingestellt in diesen Kampfplatz zwischen Heil und Sünde, zwischen Leben und Tod; denn der Kampf währt bis zum Ende der Zeit. Darüber nachzudenken, wann dieses Ende der Zeit kommt, das ist Aufgabe der sog. „Apokalyptik“. Sie versucht zeichenhaft, d. h. mit Bildern wie Lamm und Löwe usw. vorwegzunehmen, was sich am Ende der Tage in der Welt ereignen wird. Wenn mit der Auferstehung Jesu Christi dieses Ende der Zeit angebrochen ist, erklärt sich, warum auch der Textdichter des „Ostertriumphs“ sich mit Vorliebe auf Bilder und Vorstellungen der „Apokalyptik“ bezieht, wie sie im biblischen Buch der Offenbarung niedergelegt sind.

 

1. Arie „Flageolet“ (Sopran):

Kantatentext Biblische Vorlagen Bemerkungen/Hinweise
Halleluja! Der Sieg ist da. Mein Held behält das Feld. Die Feinde sind bezwungen. Es wird in aller Welt des Lammes Lied gesungen: Halleluja! 1. Kor. 1517: Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unsern Herrn Jesus Christus!
Eph. 613: Deshalb ergreift die Waffenrüstung Gottes, damit ihr … alles überwinden und das Feld behalten könnt.
1. Kor. 1526: Der letzte Feind, der vernichtet wird, ist der Tod.
Offb. 152a+3: Und ich sah, und es war wie ein gläsernes Meer mit Feuer vermengt; und die den Sieg behalten hatten über das Tier und sein Bild und über die Zahl seines Namens, die standen an dem gläsernen Meer und hatten Gottes Harfen und sangen das Lied des Mose, des Knechtes Gottes, und das Lied des Lammes: Groß und wunderbar sind deine Werke, Herr, allmächtiger Gott! Gerecht und wahrhaftig sind deine Wege, du König der Völker.
Herkunft des neutestament-lichen Bildes vom Lamm:
Jesaja 537: Als er gemartert ward, litt er doch willig und tat seinen Mund nicht auf wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird; und wie ein Schaf, das verstummt vor seinem Scherer, tat er seinen Mund nicht auf.

 

Man kann schon bei den ersten Beispielen beobachten, wie die Zang die vorliegende Kantatendichtung biblisch „durchtränkt“ ist. Aus der Formulierung „den Sieg behalten“ (Offb. 15) wird abgespalten: Der Sieg ist da. Der Held behält das Feld.
Formulierungen durchdringen sich gegenseitig. Das ist ein schönes Beispiel für den lutherischen Grundsatz der Schriftauslegung, dass eine Bibelstelle durch die andere ausgelegt wird!

 

 

2. Rezitativ (Bass):

Kantatentext Biblische Vorlagen Bemerkungen/Hinweise
Das Lamm ist nun ein Löwe worden, das vor erwürget war. Offb. 55: Und einer von den Ältesten spricht zu mir: Weine nicht! Siehe es hat überwunden der Löwe aus dem Stamm Juda, die Wurzel Davids, aufzutun das Buch und seine sieben Siegel. 
Offb. 512: die sprachen mit großer Stimme: Das Lamm, das geschlachtet* ist, ist würdig, zu nehmen Kraft und Reichtum und Weisheit und Stärke und Ehre und Preis und Lob.
* zu Zangs Zeit übersetzt mit „erwürget“!
 
Hier ist sein Mordaltar. Möglicherweise einfach Deutung auf den Altar in der Kirche, wo ja jeden Sonntag das Opfer Christi durch das am Altar befestigte Kruzifix zu schauen ist. Nicht auszuschließen ist auch eine Anspielung auf die Opferung Isaaks 1. Mose 22, wo Gott das Opfer „einfacher“ Menschen durch ein Tieropfer ersetzt. Das ist mit ein Grund, warum das tierische Bild des „Lammes“ für Christus so bedeutsam geworden ist.  
Da liegt der Mörder selbst darnieder. Joh. 844: Ihr habt den Teufel zum Vater, und nach eures Vaters Gelüste wollt ihr tun. Der ist ein Mörder von Anfang an und steht nicht in der Wahrheit; denn die Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er Lügen redet, so spricht er aus dem Eigenen; denn er ist ein Lügner und der Vater der Lüge. Nach apokalyptischer Weltsicht gehören Tod und Teufel zusammen; der, der uns (durch die Sünde) in den Tod treibt, ist Satan.
O schöner Ritterorden, der Christi Kreuz uns zum Paniere macht: aus diesem finstern Grabe lacht die allerschönste Sonne wieder. Eph. 611+12a: Zieht an die Waffenrüstung Gottes, damit ihr bestehen könnt gegen die listigen Anschläge des Teufels. Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen.
Mk. 162: Und sie kamen zum Grabe sehr früh, als die Sonne aufging.
Der Christ ist als „Ritter“ in die letzte Schlacht zwischen Gutem und Bösem, zwischen Tod und Leben hineingestellt.
Wo ist der Tod? Wo ist die Hölle? 1. Kor. 1555: Der Tod ist verschlungen in den Sieg. Tod, wo ist dein Stachel? Hölle, wo ist dein Sieg?  
Ihr Rachen ist gesperrt, Jes. 514: Daher hat das Totenreich den Schlund weit aufgesperrt und den Rachen aufgetan ohne Maß, daß hinunterfährt, was da prangt und lärmt, alle Übermütigen und Fröhlichen.
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David 623: Mein Gott hat seinen Engel gesandt, der den Löwen den Rachen zugehalten hat, so daß sie mir kein Leid antun konnten; denn vor ihm bin ich unschuldig.
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Hesekiel 3410: So spricht Gott, der Herr: Siehe, ich will an die Hirten und will meine Herde von ihren Händen fordern; ich will ein Ende damit machen, daß sie Hirten sind, und sie sollen nicht mehr selbst weiden. Ich will meine Schafe erretten aus ihrem Rachen, daß sie sie nicht mehr fressen sollen.
Die drei Texte wurden zur Zeit Zangs so aufeinander bezogen, dass am Ende der Engel, der vor dem Totenreich schützt, zum Hirten, schließlich zu Christus, dem guten Hirten, wird. Dies geschieht unter Zuhilfenahme von Joh. 1011: „Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte läßt sein Leben für die Schafe.“ Ein schlagendes Beispiel für diesen Interpretationsprozeß ist der Text der Bachkantate BWV 85. Dort heißt es unter anderem: „Ja, wenn der Höllenwolf droht einzudringen, die Schafe zu verschlingen, so hält ihm dieser Hirt [=Christus] doch seinen Rachen zu.“
Ihr Stachel stumpf. 1. Kor. 1555:…Tod, wo ist dein Stachel? Der Textdichter ist ehrlich: Der Stachel ist schon noch da, er ist aber schon „stumpf“ geworden, hat damit nicht mehr so viel zerstörende Macht.
Nun hat es keine Not. Triumph, Triumph. Kol. 215: Er hat die Mächte und Gewalten ihrer Macht entkleidet und sie öffentlich zur Schau gestellt und hat einen Triumph aus ihnen gemacht in Christus.  
Das Leben tritt schon an die Stelle, Lk. 2436: Als sie aber davon redeten, trat er selbst, Jesus, mitten unter sie und sprach zu ihnen: Friede sei mit euch! Die Emmaus-Geschichte gehört zu den Lesungen an Ostern.
wo es die Siegesfahne schwingt   Ein Motiv aus der bildenden Kunst, vgl. auch Paul Gerhardts Lied „Auf, auf, mein Herz mit Freuden“, EKG 86, V. 2*: „…schwingt fröhlich hier und da sein Fähnlein als ein Held…“
* Anm: EG 112
und Honig aus des Löwen Rachen bringt.   In Richter 14 wird berichtet, wie Simson einen Löwen tötet. Nach Tagen entdeckt er im Aas des Löwen Honig. Diese Geschichte wird in unserer Kantate im übertragenen Sinne gedeutet: das einst Todesbedrohliche verwandelt sich in lebensspendende Kraft; der Tod Christi verhilft uns zum Leben.

 

 

 

3. Arie (Bass):

Kantatentext Biblische Vorlagen Bemerkungen/Hinweise
Held im Streite! Deine Beute Lk. 1122: Wenn aber ein Stärkerer über ihn kommt und überwindet ihn, so nimmt er ihm seine Rüstung, auf die er sich verließ, und verteilt die Beute.  
wird im Glauben unser Teil. Röm. 322: Ich rede aber von der Gerechtigkeit vor Gott, die allen zuteil wird, die glauben.  
Laß uns geistlich auferstehen, aus dem Sündengrabe gehen, das erfordert unser Heil.   Die Deutung der Auferstehung in dem Sinne, dass der Christ aufzustehen und die Stätte seiner Sünde zu verlassen habe, ist Leistung des Textdichters, der freilich dafür eine Vorlage gehabt haben dürfte, nämlich die Bachkantate BWV 31, eine Osterkantate! Vgl. dazu meinen Hinweis in Mitteilungen 1986!
Weck uns heute, Jes. 504: Gott der Herr hat mir eine Zunge gegeben, wie sie Jünger haben, daß ich wisse, mit den Müden zu rechter Zeit zu reden. Alle Morgen weckt er mir das Ohr, daß ich höre, wie Jünger hören. Mit dem Traditionsbezug zu Jesaja 50 verdeutlicht der Kantatendichter, was er unter „aus dem Sündengrabe gehen“ versteht, nämlich auf Gottes Wort zu hören.
Held im Streite! Jes. 95: „…und er heißt Wunder-Rat, Gott-Held…“  

 

 

 

4. Rezitativ (Sopr.):

Kantatentext Biblische Vorlagen Bemerkungen/Hinweise
Wir kommen hier zu deinem Grabe, vergrabe du, was uns betrübt. Die Spezerei, die unsre Liebe gibt und unsres Glaubens Morgengabe ist unser Herz und unsre Treu. Mk. 161+2: Und da der Sabbat vergangen war, kauften Maria Magdalena und Maria, des Jakobus Mutter, und Salome Spezerei, auf daß sie kämen und salbten ihn. Und sie kamen zum Grabe am ersten Tage der Woche sehr früh, als die Sonne aufging.  
Nun wollen wir dir leben und dir sterben, Röm. 148: Leben wir, so leben wir dem Herrn; sterben wir, so sterben wir dem Herrn. Darum: wir leben oder sterben, so sind wir des Herrn.  
weil du, Herr Jesu Christ, für uns gestorben bist, 1. Thess. 510: der für uns gestorben ist, damit, ob wir wachen oder schlafen, wir zugleich mit ihm leben.  
und uns im Sterben läßt das Leben erben. 1. Kor. 1550: Das sage ich aber, liebe Brüder, daß Fleisch und Blut das Reich Gottes nicht ererben können;  

 

 

 

5. Chor:

Kantatentext Biblische Vorlagen Bemerkungen/Hinweise
Christus lebt, so leben wir!
Unser Grab lag im Staube; doch in uns ist Hiobs Glaube und sein Grab ist unsre Tür. 
Er wird uns ein ander Leben nach dem Tode wiedergeben, folgt nur nach, er geht uns für*. Christus lebt, so leben wir.
* =
voran
Hiob 1925: Aber ich weiß, daß mein Erlöser lebt, und als der letzte wird er über dem Staub sich erheben.  

 

 

Wer den Zusammenhang zwischen biblischer Vorlage und dem Text des „Ostertriumphes“ beleuchtet, stellt fest:
Wir haben im Textdichter für Zangs Osterkantate einen lutherisch-orthodox geschulten Poeten von hohem theologischen Niveau vor uns.
Ihm gelingt es, in einer 15-minütigen Predigt alle wesentlichen biblisch-theologischen Bezugspunkte zum Thema Ostern abzuhandeln und dies in der Form des tröstenden Zuspruchs zu tun („Deine Beute wird im Glauben unser Teil“ - „Vergrabe du, was uns betrübt“ - „doch in uns ist Hiobs Glaube, folgt nur nach, er geht uns für“ [= voran]).

Die Stimmigkeit, mit der Zang diesen Text musikalisch dramaturgisch in Musik setzt, legt die Vermutung nahe, dass er den Textdichter mindestens gut gekannt haben muss. Die musikalische Anlage des Werkes jedenfalls unterstreicht den seelsorgerlich tröstenden Ton, den der Textdichter anschlägt. Doch von der musikalischen Substanz des „Ostertriumphs“ wird beim nächsten Mal zu reden sein.