Der vollkommene Büttner oder Küfer

Titelblatt der Büttnerlehre von 1794 (Nachdruck der 1. Auflage?)

Die „Büttnerlehre“ liegt in drei bekannten Exemplaren vor:
Nachdruck der 1. Auflage1 mit dem Titel: „Vollkommene Büttner= oder Küferlehre.“, Schweinfurt 1794 in Besitz der Gemeinde Mainstockheim;
2. Auflage mit dem Titel: „Der vollkommene Büttner oder Küfer.“, Nürnberg, 1808 im Privatbesitz;
5. Auflage mit dem Titel: „Die vollkommene Büttner= oder Küferlehre oder die Kunst runde, ovale, ei- und korbförmige Fässer zu machen. Nebst einer Anleitung zur Weinkeller=Wirthschaft von C. L. Hellrung.“, Frankfurt (ohne Datum) im Besitz der Gemeinde Mainstockheim

  • 1. Die erste Auflage erschien lt. „Vorrede“ zur 2. Auflage von 1808 im Jahr 1790 im Selbstverlag.
Schlagworte: 

Vorrede

Vorrede zur Ausgabe von 1794:

Es hat sich eine Gesellschaft, welche aus Gelehrten, Künstlern und geschickten Meistern von unterschiedlichen Handwerken bestehet, in der Gegend des Maynstroms, ney Wirzburg, entschlossen, jungen Künstlern und Handwerkslernenden, welche nicht überall Gelegenheit finden das zu lernen was sie sich wünschen, auf solche Art an die Hand zu gehen, daß sie, ohne große Kosten, alles das, was irgend Künstliches in ihre erlernte Wissenschaft, oder Handwerk, einschlägt, auf das Pünktlichste, für sich selbsten, in dem jenigen Theil, der für ihre Kunst oder Handwerk geschrieben, werden lernen können : Wobey zugleich Wissenschafften sollen mit vorgetragen werden, die zwar nicht zu der und jener Kunst, oder Handwerk absonderlich gehören, jedannoch aber einigen Bezug dahin haben. Man wird dahero jeden Theil, der für diese Kunst, oder für jenes Handwerk geschrieben ist, alleine, doch alle in einerley Format, drucken lassen, um denenjenigen die Kosten zu ersparen, welche nicht alle Theile sich anzuschaffen, nöthig haben.

Die zu erst herauskommende Theile, werden für Maler, Bildhauer, Büttner, Schreiner, Schönschreiber, Goldschmiede, Gürtler, Schlosser, Maurer, Orgelbauer, Uhrmacher, Drechsler etc. alles das, was nicht allgemein, sondern was künstlich ist, in sich fassen, welches mit nöthigen in Kupfer gestochene Figuren, soll erkläret werden.

Der Erste dieser Theile, ist für Büttner oder Küfer, und zugleich für Weinhändler, Kellerer, Wein= und Biereßigsieder, dann auch für Branntweinbrenner geschrieben; darinnen im ersten Abschnitt alle Arten runder Faße mit Ecken; ovale oder Eyförmige, auch Korbförmige, ohne und mit Ecken, regelmäßig und haltbar zu machen, gelehret werden. Dieses Abschnitts können sich auch Maurer und Zimmerleute, zu verdruckten gewölben und Schwiebbögen, bedienen.

Der zweyte Abschnitt, enthält die Pflegung und Verbesserung des Weins.

Der dritte Abschnitt die Wein= und Biereßigsiederey.

Endlich im vierten Abschnitt, wird von der Branntwein=Brennerey und hauptsächlich von denen daraus zu machenden Liqueurs, ausführlich gehandelt; auf welche Abschnitte der Weinhändler so wohl, als das Büttnerhandwerk seinen Bezug hat, wie aus folgenden das Mehrere zu ersehen ist.

Würde jemand von Herren Gelehrten, Künstlern, oder geschickten Handwerksmeistern, unsere Gesellschaft, mit neu=erfundenen Beyträgen, zur Aufnahme guter Künste und Wissenschaften, beehren wollen; so wird solches öffentlich bekannt gemacht, und des Herrn Erfinders Name beygesetzt werden; weßhalb zum Korrespondenten dieser Gesellschaft, an welchen man sich, nöthigen Falls, wenden kann, als Mitgliedd, gewählet Unterschriebener,

Johann Heinrich Zang,
in Maynstockheim
bey Wirzburg.

Vorrede zur Ausgabe von 1808:

Die erste Auflage von diesem Buch, erschien 1790. in meinem eigenen Verlage, unter dem Titel:

Vollkommene Büttner= oder Küferlehre, herausgegeben von einer Gesellschaft zur Beförderung der Künste etc. etc.

bey der ich mich in der Vorrede unterzeichnete.

Sie vergriff sich bald, und wurde seitdem öfters bey mir verlangt.

Allein die damaligen Kriegsunruhen erlaubten meiner Muße nicht, an eine neue Auflage zu denken.

Und da meine dermalige Lage nicht gestattet, mich mit Verbreitung derselben zu befassen, so entschloß ich mich, den Verlag derselben an die thätige Schneider= und Weigelsche Kaiserl. privil. Kunst= und Buchhandlung in Nürnberg abzutretten, und solche mit Vermehrungen herauszugeben.

Diese letztern bestehen darinnen: daß ich 1) die Tabelle zum Visiren mit den Cubiczahlen erweitert, 2) die 43 bis 47ste Aufgaben mit Tabellen, welche zeigen wie viel ein Faß nach angesetzter Länge der Dauben und Böden von 9 fränkisch= und würtenbergischen Maaßen bis zu 100 Fudern halten könne, und 3) eine neue Kupfertafel Nro 38, welche einen Faßthürreißer, um damit die Thüre und das Thürloch in den Faßboden zu reissen, hinzugefügt habe.

Dieser Theil des Kunst= und Handwerksbuchs, ist zunächst für das Büttnerhandwerk und dessen Lehrlinge bestimmt, in welchem ich von runden, ovalen, Ey= und Korbförmigen Fässern, ohne und mit 6. 8. 10. 12. und mehrern Ecken, Unterricht ertheile, wie sie aufzureissen und zu machen sind, ingleichen wie sie die Quadrat= sowohl, als Cubic=Visirstäbe regelmäßig selbst verfertigen und ein Faß damit visiren können.

Die folgenden Aufsätze welche auf dieses Handwerk sowohl, als auf Weinhändler und Keller Bezug haben, habe ich jungen Leuten zu besten beyfügen wollen, sie bestehen:

a. in einer Anweisung verschiedene Weine in Keller zu behandeln, solche wieder zurecht zu bringen, hell zu machen und geringe zu verbessern.

b. Die Kunst Wein= und Bieressig zu sieden und den verdorbenen wieder brauchbar zu machen, und

c. Brandwein zu brennen und alle mögliche Gattungen Liqueure zu verfertigen.

Da nun die Erste Auflage unter andern kritischen Blättern, auch in der Oberd. Literaturzeitung mit Beyfall belegt wurde, so habe ich an der guten Aufnahme der zweyten um so weniger zu zweifeln Ursach.

Zugleich will ich noch einer andern, eben so nützlichen und interessanten Schift gedenken, die als Frucht meiner Mußestunden bey meinem ehemaligen Amt als Cantor, anzusehen ist, sie betrift die Orgelbaukunst.

Bey den vielen Reparaturen der Orgeln, wurde ich auf den Bau derselben selbst aufmerksam gemacht, ich war bemühet, eine Orgelstimmpfeife zu erfinden, die ich im 23. §. beschrieben, und auf der Kupfertafel N. 8. Tab. I. abgebildet habe, ingleichen wie Monocordia leicht zu verfertigen sind, durch die man sowohl Orgeln, als andere besaitete Instrumente, z. B. Klaviere stimmen kann.

Diese Erfahrungen lege ich in dem zweyten Theile dieses Kunstbuchs, der in eben dieser Verlagshandlung erscheint, nieder, und zeige wie eine vollkommene Orgelprobe anzustellen sey, und was man bey der Reparatur derselben zu beachten habe, wozu auch die Windproben zu rechnen sind, welche ich ebenfalls mit abgehandelt habe.

In jener Schrift werden nicht nur Orgelmacher, Organisten und Schullehrer, sondern auch Herrschaften und Gemeinden, welche entweder neue Orgeln bauen oder alte repariren lassen wollen, manche Vorschläge finden, die sie in andern Büchern der Art, vergeblich suchen.

Ausser diesen habe ich noch zwey andere Werkgen bearbeitet, davon Eins für Holz= und Metallarbeiter, ingleichen für Gerber, Färber, und andere Künstler bestimmt ist, wozu 21. Kupfer gehören.

Das andere betrift die Kunst, Mosaische oder Musivbilder von puren Naturalien aus den drey Reichen der Natur zu verfertigen, welches für Mahler, Zeichner, Schreiner, Zimmerleute und Maurer sehr dienlich ist, wozu ich 18. Zeichnungen verfertigt habe.

Meine Schönschreibekunst in 38. Blättern, und die Canzley=Schulvorschrift nach sächsischer Hand, in 16. Blättern, von mir selbst gestochen, so wie verschiedene musicalische Werke, unter andern die singende Muße am Mayn, mit Melodien, sind nicht ohne Beyfall geblieben, und noch bey mir zu bekommen.

In der Hoffnung, daß viele Künstler und Handwerker an meinen Arbeiten Nutzen und vergnügen finden werden, empfehle ich dieselben ihrer gütigen Aufnahme bestens.

Maynstockheim bey Würzburg, am 25. Jan. 1804.

Der Verfasser.

Schlagworte: 

Erster Abschnitt, vom Faßmachen.

Schlagworte: 

Erste Aufgabe. Diese lehret das Aufreißbret zu machen, und den Gebrauch desselben.

Suchet erste Tafel Figur 1. und 2.

Macht von hartem Holz, nach dem Winkelhacken, ein recht winklicht Bret, 6. Zolle lang und 6. Zolle breit. Theilt die Seite b, c, und die Gegenseite d, e, jede in 6, richtige Zolle. Bey b, gegen c, theilet den äußersten Zoll in zween Theile bey f, ziehet von f, als dem einen halben Zoll, hin auf das Eck d, eine Linie, und schneidet nach dieser Linie den halben Zoll, schrege hinweg. Theilet auch unten von e, nach d, den äußersten Zoll, in zween gleiche Theile, bey g, ziehet eine Linie von g, auf das Eck c, und schneidet nach dieser Linie den halben Zoll gleichfalls so schrege hinweg; so ist das Aufreißbret fertig zu sehen bey Figur 2. Tafel 1.

Der Gebrauch besteht darinnen.

Stellet den vierspitzigen Zirkel nach diesem Brete also, daß die langen Füße die lange Seite des Bretes b, d, in sich begreifen, und richtet die beyden kurzen Schenkel des Zirkels, nach dem schmalen Theil des Bretes b, c.

Mit solcher Zirkelstellung werden die Dauben abgestochen zu Bauch und zu Kopf, nach welchen Stichen solche alsdann gefüget werden. Auch werden die Faße nach diesem Brete aufgerißen, wie die 6te Aufgabe lehret.

Diese Zirkelstellung trift nach der, in folgend zweyter Aufgabe, beschriebenen Pyramide, richtig ein; dahero man solche Pyramide nicht nöthig hat: doch soll dieselbe aufzureißen, hier beschrieben werden.

Schlagworte: 

Zweyte Aufgabe. Die Pyramide zu reißen und den Gebrauch derselben.

Tafel 1, Figur 3.

Wenn der Fügmodel aufgerissen ist, nach der 3ten Aufgabe, so behaltet, nach jeder Stellung, den Zirkel unverruckt, und ziehet

1.) Auf eine gestreifte Daube eine gerade Linie.
2.) Mit des Fügmodels Zirkelweite, stellet den einen Fuß des Zirkels in den Bauchriß der Daube, in den Punkt 18, und traget diese Weite, auf der Linie hinauf in den Punkt 1.
3.) Theilet diese Weite von 1 bis 18, mit 18, Stichen in 17. gerade Theile.
4.) Stellet den einen Fuß des Zirkels in 1, nehmet die Weite bis 2, traget solche rechts und links auf den Bogen den ihr vorhero schon aus 18, durch 1, gerissen habt, in a, und b.
5.) Ziehet von 18, zu a, und von 18, zu b, Linien, so habt ihr eine Pyramide.
6.) Oefnet den Zirkel von a, bis b, lasset den einen Fuß in a, stehen, und mit dem andern Fuß stehet auf der mittlern Linie den Punkt c. Wenn nun die Linien recht gerissen sind, so muß der Zirkel aus c, just in b, einschlagen.
7.) Oeffnet den Zirkel von c, bis 18, setzet in 18, und reißt den Bogen d, c, e.
8.) Theilet auf der mittlern Linie die Weite i, c, in zween Theile bey f, setzet den Zirkel in 18, und reißet durch f, den Bogen g, f, h.
9.) Nehmet die Weite d, e, traget solche aus e, in k, reißet aus 18, den Bogen i, k, l.

Der Gebrauch dieser Pyramide ist, den vierspitzigen Zirkel darnach zu stellen, um die Dauben nach solcher Stellung fügen zu können.

Zu runden Faßen stellet man des vierspitzigen Zirkels lange Füße in a, b,: die kurzen Füße aber müssen in d, e, gerichtet werden; alsdann stehet er recht, die Dauben darnach zu fügen, und müssen die Fugen, zu beyden Seiten, just bis auf die bemerkten Zirkelstiche gehen.

Nach solcher Richtung des Zirkels, kann man ein Faß von 1, 2, Eymern, und auch von 10, und mehr Fudern machen, ohne dem Zirkel eine andere Richtung zu geben, weil diese Stellung aus der Pyramide so wohl in der Verkleinerung als Vergrösserung gehet.

Zu ovalen Faßen, oder zu Butten, werden die langen Spitzen des Zirkels gleichfalls in a, und b, gestellet, und die kurzen Spitzen nach der Weite g, h, gerichtet.

Zu Rhein oder Stuckfäßern, werden gleicherweise die langen Zirkelspitzen in a, und b, gestellet, und die Kurzen nach der Weite i, und l, gerichtet.

 

Schlagworte: 

Dritte Aufgabe. Den Fügmodel zu einem runden Faß richtig zu machen.

1te Tafel, Figur 4.

1.) Nehmet mit dem Zirkel die Hälfte von der Bauchlinie eures schon vorgezeichneten Faßes, von h, zu d, in der Zweyten Tafel Figur 1, reißet mit solcher Weite, auf ein Bretlein, daraus ihr den Model machen wollet, einen Zirkelbogen a, b, Figur 4, Tafel 1.
2.) Drucket den Zirkel in beliebiger Weite zu, setzet auf das Ende des Bogens a, und ziehet aus a, den kleinen Bogen c, d, daß derselbe den Bogen a, b, in e, durchschneidet.
3.) Mit eben der Zirkelweite setzet in den Durchschnitt e, und ziehet den kleinen Bogen a, c, d, also, daß es in c, und d, Durchschnitte gibt.
4.) Ziehet eine Linie durch c, d, wo sich die Bögen durchschneiden; so ist der Model aufgerissen, und wird nur noch ausgeschnitten.

Schlagworte: 

Vierte Aufgabe. Den Setzreif zu einem Faß zu machen.

1.) Ziehet eine Linie, so hoch der Boden des Faßes soll werden, auf den Werkstatt Boden.
2.) Nehmet die Zirkelweite, mit welcher der Model eures vorhabenden Faßes ist aufgerissen worden, machet mit dieser Weite sechs Theile auf die gezogene Linie.
3.) Bandet einen Reif, von ungefehr dieser Größe, und macht ausserhalb ein Zeichen daran.
4.) Setzet dieses Zeichen des Reifs just auf den Anfang der gezogenen Linie, und lasset solchen Reif, gleich einem Rade, auf der Linie einmal herum laufen, bis zum Ende des sechsten Theils. Trift das Zeichen just auf das Ende des sechsten Theils, so ist der Reif recht: wo nicht, so machet solchen Reif, nach Erfordern, enger, oder weiter, bis das Zeichen gehörig eintrifft. Dabey kann man merken, daß solcher Reif wohl darf etwas Weniges kleiner seyn, als die Linie, aber nicht größer. Man setzet so fort den Reif aus, und arbeitet ganz sicher nach solchem.

Schlagworte: 

Fünfte Aufgabe. Den Bodenmodel zu machen.

1te Tafel, Figur 5.

Der Bodenmodel wird zu allen Faßmachen gebraucht, sie mögen rund, oval, Eyförmig oder eckigt seyn. Und um dererjenigen wegen, welche noch nichts vom Zeichnen verstehen, wird man bey sämtlichen Figuren dieses ersten Theils, nur blos die obern oder äussern Flächenriße, ohne Licht und Schatten, vorzeichnen, um ihnen hiedurch die Riße desto begreiflicher zu machen.

Zum Bodenmodel Figur 5, Tafel 1. ziehet also:

1.) Auf ein Bretlein eine Linie a, b, die 18, Zolle lang ist.
2.) Nehmet mit dem Zirkel eine beliebige Weite, setzet die eine Zirkelspitze in g, und ziehet den kleinen Bogen c, f, d.
3.) Mit eben der Weite setzet in f, und zieht den kleinen Gegenbogen c, g, d.
4.) Durch c, und d, wo sich diese Bögen durchschneiden, ziehet eine Linie c, d.
5.) Stechet nun unten bey b, einen halben Zoll ab gegen e, und ziehet von a, zu e, eine Linie.
6.) Nach der Linie a, e, schneidet den halben Zoll von dem Brete verlohren hinweg; so ist der Bodenmodel fertig.

Nach solchem Bodenmodel läßt sich richtig fügen; weil nach demselben die Senkung der Faße richtig eintrift, sie mögen rund oder oval seyn. Und obschon ein ovales Faß nur halb so viel Senkung, als ein rundes bekommt; so wird jedennoch nach diesem Bodenmodel gefügt. Dabey ist nur in Acht zu nehmen, daß an ovale Böden Spitzfugen müssen gefüget werden.

Schlagworte: 

Sechste Aufgabe. Ein rundes Faß aufzureißen, dasselbe nach solchem Riß visiren, und nach demselben zu verfertigen.

2te Tafel, Figur 1.

Wenn ihr 5, 6, 8, mehr oder weniger Schuhe langes Holz habt, so verfahret also:

1.) Messet die Höhe von euren Böden so genau es seyn kann, und gebet dieser Höhe bey folgend zu ziehender Linie a, b, die halbe Kopfsdicke einer Daube zu, oder reißet die Linie a, b, um so viel länger als die Böden sind, auf den Werkstatt Boden.
2.) Leget das in der ersten Aufgabe Figur 2. gemachte Reißbret unten auf die Linie an den Punkt b, an, und reißet nach der Seite b, eine schief aufwarts gehende Linie b, c. Diese Linie muß halb so lang seyn, als euer Daubholz ist, das ihr zu diesem Faße gebrauchen wollt.

Hier wollen wir 6. Schuhe langes Daubholz annehmen, also wäre die Hälfte desselben 3. Schuhe, und so lang würde die Linie b, c.

3.) Wendet das Reißbret um, legt solches unten auf die Linie an den Punkt a, und ziehet wieder eine schrege auswarts hinauf gehende Linie, wie vorige 3. Schuhe lang, von a, zu d.
4.) Ziehet von d, zu c, eine Linie, diese heißt die Bauchlinie. Nach dieser wird der Fügmodel gemacht, wie die dritte Aufgabe lehret.

Und nun ist das halbe Faß aufgerissen.

5.) Drehet das Reißbret um, leget solches genau an d, auf der Bauchlinie, und ziehet die Linie d, f, schrege einwärts gehend, wieder 3. Schuhe lang hinauf. Dieses ist die zweyte Hälfte der 6. Schuhe langen Dauben.
6.) Wendet das Reißbret wieder um, leget solches auf der Bauchlinie an c, und ziehet eine 3. Schuhe lange Linie nach dem Reißbret, wieder schief einwärts gehend c, e.
7.) Ziehet von f, zu c, eine Linie als die zweyte Bodenlinie: Diese muß just so lang seyn als die untere Bodenlinie a, b, wenn der Riß richtig gemacht ist.
8.) Zeichnet auf der Linie a, d, die Gargel bey g, ein, so weit es erforderlich ist: Davon sehet die eilfte Aufgabe. Hierauf kann man das Faß visiren, von dem Spund c, bis zu der Gargel oder Zarge g, wie der beygezeichnete Visirstab c, g, zeiget.

Nach dieser Umschreibung wird das Faß mit seinem rechten Form und Spitzung da stehen, und werden die Böden weder zu lang, noch zu kurz seyn. Darauf nach solchem Riß, die Arbeit sicher kann vorgenommen werden.

Schlagworte: 

Siebente Aufgabe. Ein ovales Faß aufzureißen, solches nach dem Riß visiren, und darnach zu verfertigen.

2te Tafel, Figur 2.

1.) Messet die Bodenstücke, wie lang solche sind, und gebet dieser Länge noch die halbe Kopfsdicke einer Daube zu, oder machet die Linie a, b, um so viel länger als das Holz ist: Welche Linie ihr auf den Boden der Werkstatt zeichnet.

Da nun das Aufreißen eines ovalen Faßes geschiehet wie beym runden Faß; so könnet ihr nach der 6ten Aufgabe fortfahren, das Faß ganz aufzureißen, wie die Vorschrift dorten im Satz 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, besaget.

Dabey zu merken ist, daß ein ovales Faß auf der Seite liegend, nämlich zu Grund und Spund gezeichnet wird, welches blos den Unterschied machet, zwischen dem Riß eines runden Faßes.

Ein solch ovales Faß bekommt zu Grund und Spund einerley Spitzung mit dem Runden: Die Seiten aber haben gegen ein Rundes nur halbe Spitzung.

Schlagworte: 

Achte Aufgabe. Einen regelmäßigen Oval oder Ellipsis, auf 8. Stiche zu reißen, der zugleich den Setzboden zu dem in vorig siebenter Aufgabe beschriebenen ovalen Faß kann geben.

3te Tafel.

1.) So hoch der Setzboden oder der Oval soll werden, ziehet eine Linie a, d. Diese muß gleich seyn der Linie c, d, in der Figur 2. der zweyten Tafel, nämlich der Bauchlinie.
2.) Theilet diese Linie in drey Theile, a, b, c, d.
3.) Setzet den Zirkel in b, nehmet die Weite zu a, und reißet einen Zirkelbogen, ungefehr von f, zu g, a, i, bis e.
4.) Mit eben dieser Zirkelweite reißet aus c, noch einen solchen Bogen von f, zu h, d, k, bis e, also, daß sich beyde Bögen in f, und e, durchschneiden.
5.) Behaltet diese Weite, und traget solche aus a, in g, und aus a, in i. Desgleichen traget solche aus d, in h, und aus d, in k.
6.) Öffnet den Zirkel von a, bis c, setzet einen Fuß in e, wo sich die Bögen durchschneiden, und ziehet den Bogen von g, zu h.
7.) Nun setzet mit unverrucktem Zirkel in f, wo sich die Bögen kreuzen, und ziehet den Bogen von i, zu k, so habt ihr einen richtigen Oval in a, g, h, d, k, i, der einen Setzboden vorstellet auf 8. Stiche.

Schlagworte: 

Neunte Aufgabe. Wie die Fügmödel zu ovalen Faßen zu machen sind.

3te Tafel.

1.) Der runde Model oben bey a, wird nach dem Zirkelriß g, a, i, und nach der Linie a, b, gemacht.
2.) Der flache Model bey f, wird nach dem Bogen g, h, (oder i, k,) und nach dem Durchschnitt der Bauchlinie e, f, gemacht. Wie Tafel 3. zu sehen ist.

Schlagworte: 

Zehente Aufgabe. Von den Seiten oder Senkung der Fäßer.

Es mag ein Faß beschaffen seyn wie es will, nämlich weit und kurz, oder enge und lang; so wird ihm die Senkung ein= wie das andermal folgender Art gegeben.

1.) Nehmt eine gerade Ruthe, messet die Weite des Faßes von der einen Seite der Gargel g, bis zu b, der andern Seite.
2.) Messet dieses Maß mit einem Zollstabe: so vielmal 18, Zolle solches in sich begreift, so viel halbe Zolle gibt man einem runden Faß Senkung.

Ein ovales Faß bekommt nur halb so viel Senkung, nämlich auf jede 18, Zolle, einen Viertelzoll.

Die Senkung oder Schrege der Köpfe wird nach der Schrege der Fuge am Fügmodel gemacht.

Schlagworte: 

Eilfte Aufgabe. Von der Zarge oder Gargel.

Messet die Dicke der Köpfe an dem Faß; zu solcher Dicke nehmet noch die halbe Breite von der Gargel, und machet die Köpfe um so viel länger, als sie dicke sind: und reisset die Zarge so tief ein, als sie breit ist, damit solche viereckig wird.

Schlagworte: 

Zwölfte Aufgabe. Faßthüren aufzureißen und einzurichten.

4te Tafel.

1.) Reißet in die Mitte des Faßbodens ein Linie senkrecht von oben herab 1, 6.
2.) Zu einem Faß das 1, bis 2, Fuder hält, nehmet 17, Zolle: hält aber ein Faß mehr Fuder, so nehmt 18, Zolle, und traget solche von 6, unten am Boden hinauf in 1, auf der Linie.
3.) Nehmet den Thürreißer, und reißet mittelst eines kleinen Zirkels, dessen eine Spitze ihr außerhalb an den Zahn setzet, und den andern Fuß des Zirkels in 9, einen Zirkel, in 1, 2, 7, 8, 3, mit der Weite 1, 9.
4.) Aus eben dem Zentro 9, reißet innerhalb des ersten Zirkels noch einen Ring also, daß die Zirkelspitze, die beym ersten Riß vor dem Zahn stunde, nun hinter den Zahn gehalten wird.
5.) Behaltet diese letzte Zirkelweite, setzet den Zirkel unten am Ende der Linie in 6, und stechet beyderseits die Punkte 4, und 5.
6.) Theilet den äußern Zirkelriß oben von 1, anfangend, in vier gleiche Theile bey 1, 2, 10, 3, und ziehet eine Linie von 2, zu 3, so gibt die Hälfte des Zirkels 2, 1, 3, das Gewölbe der Thür.
7.) Ziehet von 2, zu 5, und von 3, zu 4, Linien, welche die Backen der Thüre geben. Und demnach wird die Thüre unten einen halben Zoll enger als oben.
8.) Bohret ein Loch, so dick der Nagel des Thürreißers ist, in 9, ganz durch den Boden. Desgleichen bohret in 7, und 8, etwas stärkere Löcher durch den Boden, damit die Späne vom Thürreißer durch solche können hindurch fallen.
9.) Schraubet den Reißer in 9, vest auf, und reißet die Thüre heraus.

Nun wird die Thüre also hinein gerichtet.

1.) Nehmet mit einem Zirkel die Weite des Thürgewölbes 2, 3, theilet selche in 2 Theile, so habt ihr den Zirkelriß des Gewölbes wieder, wenn der Zirkel bis auf einen solchen Theil zusammen gedruckt wird.
2.) Auf die Thüre die ihr brauchen wollet, ziehet in der Mitte wieder die Linie 1, 6, wie auf der 4ten Tafel zu sehen, herab, stellet den Zirkel mit der Hälfte von 2, 3, auf die gezogene Linie in 9, und reißet den Riß des Thürgewölbes in 1, 2, 3, darauf.
3.) Messet die Höhe des Thürlochs von 1, bis 6, und traget solche Höhe auf eure Thüre herab von 1, bis 6.
4.) Messet das Thürloch unten von 4, zu 5, theilet diese Weite in zween Theile, drucket den Zirkel bis auf einen dieser Theile zusammen, setzet den einen Fuß, auf der Thüre in 6, und traget diese Weite aus 6, in 4 und 5.
5.) Ziehet die Linien von 3, zu 4, und von 2, zu 5.
6.) Verlängert die mittlere Linie der Thüre, von 6, 1, bis hin auf den Zirkelstich des Faßbodens, aus welchem der Zirkelriß des Bodens, unter dem Thürloch gerissen worden: Nehmet diese Weite von dem Boden, nämlich von besagtem Zirkelstich bis 6, und reißet durch 6, auf der Thüre den Bogen 5, 6, 4, aus dem auf die verlängerte Linie der Thüre hingetragenen Zirkelstich, und machet die Thüre nun, nach der Senkung, die bey dem Thürloch gebraucht worden, fertig.

Auf solche Art könnet ihr auch eine neue Thüre in einen Faßboden machen, ohne daß ihr den Boden heraus thut.

Schlagworte: 

Dreyzehente Aufgabe. Einen Oval auf 8 Stiche aufzureißen, welcher auf denen Seiten weiter hinaus getrieben ist.

5te Tafel.

1.) Reißet, nach der achten Aufgabe, jenen Oval, nach der Länge der vorhabenden Böden, ganz fertig, wie solcher in a, g, h, d, k, i, zu sehen ist.
2.) Oeffnet nunmehro den Zirkel von g, bis c, setzet in g, und reißet bei l, einen kleinen Bogen.
3.) Mit eben der Weite reißet aus h, den Kreuzbogen in l.
4.) Mit gleicher Weite ziehet aus i, und k, die Kreuzbögen in m.
5.) Reißet aus l, mit der Weite bis h, die Seitenbögen g, h, und aus m, reißet mit eben der Weite von i, zu k, den Seitenbogen, so treibet ihr die Seiten weiter hinaus.

Die hiezu gehörigen zween Mödel, sind in der Figur angezeichnet, und werden wie jene, in der neunten Aufgabe, gemacht.

Die Böden zu solchen Faßen machet also:

1.) Stechet eilfmal in der Gargel herum, und nehmet vier dieser Theile zu der Bodenhöhe, oder zu der Linie a, d.
2.) Theilet diese Höhe a, d, in drey Theile bey a, b, c, d, und machet die Böden nach der Aufgabe, nach der ihr den Setzboden gemacht habt, als einen Oval fertig; so werden solche richtig eintreffen.

Schlagworte: 

Vierzehente Aufgabe. Einen Oval auf 10. Stiche aufzureißen, welcher auf denen Seiten erhaben ist.

6te Tafel.

1.) So hoch ihr den Setzboden machen wollet, ziehet die Linie a, d, und theilet solche bey a, b, l, c, d, in vier Theile.
2.) Mit der Weite a, b, ziehet aus b, den Bogen g, a, i, und aus c, den Bogen h, d, k.
3.) Mit der Weite a, b, schneidet aus a, den Bogen in g, und i, ab, und aus d, schneidet den untern Bogen bey h, und k, ab.
4.) Mit der Weite a, c, ziehet aus g, und h, Kreuzbögen, welche außerhalb e, hinfallen. Desgleichen ziehet mit dieser Weite aus i, und k, Kreuzbögen außerhalb f.
5.) Setzet in den Kreuzbogen hinter e, nehmet die Weite zu h, und ziehet den Seitenbogen von h, zu g. Und aus dem Kreuzbogen außerhalb f, ziehet den Seitenbogen von i, zu k.

Dieses Ovals Seiten aber nun weiter hinaus zu treiben, verfahret also:

1.) Nehmet die Weite g, c, und ziehet aus g, und h, neue Kreuzbögen gleich bey e. Und aus i, und k, ziehet mit der Weite g, c, die Kreuzbögen bey f.
2.) Aus f, ziehet nun der äußern Seitenbogen k, i, und aus dem neuen Kreuzbogen bey e, ziehet den neuen Seitenbogen g, h, so sind die Seiten weiter hinaus getrieben.

Die Böden zu solchen Faßen werden also gemacht:

Wenn das Faß bis auf die Böden fertig ist, so stechet 13mal in der Gargel herum, doch also, daß der letzte Stich einen Viertelzoll über den ersten Stich hinaus steigt. Nun machet die Linie a, d, just fünf dieser Theile hoch, und theilet diese neue Weite a, d, in 4 Theile, wie in Tafel 6, bey a, b, l, c, d, geschehen, und reißet nach dieser Aufgabe die Böden auf gleiche Weise, wie ihr den Setzboden gerissen habt, fertig.

Schlagworte: 

Fünfzehente Aufgabe. Einen ovalen Setzboden auf 12. Stiche zu reißen.

7te Tafel.

1.) Theilet die Höhe des Setzbodens, den ihr machen wollet, in fünf Theile, bey a, b, l, m, c, d.
2.) Reißet aus b, den Bogen a, g, i, und aus c, den Bogen h, d, k, machet die Abschnitte aus a, bey g, und i, und aus d, in h, und k.
3.) Mit der Weite a, c, ziehet aus g, und h, die Kreuzbögen außerhalb e, und aus i, und k, machet außerhalb f, die Kreuzbögen.
4.) Aus dem Kreuzbogen vor f, ziehet den Seitenbogen von i, zu k, und aus dem Kreuzbogen hinter e, ziehet den Seitenbogen von g, zu h, so ist der Oval fertig, und sind die Mödel zu solchem bey gezeichnet.

Die Bögen hiezu machet also:

Stechet 15mal in der Zarge herum, und lasset den letzten Stich, über den ersten hinaus, einen Viertelzoll überstechen: nehmet alsdenn 6 dieser Theile zur Höhe der Linie a, d, diese Höhe a, d, theilet in 5 Theile, und reißet auf den Böden den Oval, wie beym Setzboden geschehen ist.

Schlagworte: 

Sechzehente Aufgabe. Einen ovalen Setzboden auf 14 Stiche zu reißen.

8te Tafel.

1.) Ziehet die Linie a, d, so hoch euer Setzboden soll werden, und theilet solche in 6, Theile in a, b, l, m, n, c, d.
2.) Reißet aus b, und c, den obern und untern Bogen, schneidet beyde in g, und i, und in h, und k, ab.
3.) Reißet mit der Weite a, c, die Kreuzbögen aus g, und h, hinter e, und aus i, und k, jene vor f.
4.) Ziehet aus dem Kreuzbogen vor f, den Bogen von i, zu k, und aus dem Kreuzbogen hinter e, ziehet den Bogen von g, bis h, so ist der Oval gemacht, bey welchem die Mödel, zu denen Fugen, dazu gezeichnet sind.

Wollt ihr die Böden zu solchem Faß machen, so stecht 17mal in der Gargel herum, gebt, nach Gebrauch, einen 4telzoll, über den ersten Stich zu. Nun nehmet 7, dieser Theile zur Höhe der Linie a, d, diese Höhe a, d, theilet in sechs Theile, wie der Oval des Setzbodens auch getheilet ist, und machet die Böden fertig, nach der Vorschrift, wie oben gesagt ist, so werden die Böden recht.

Schlagworte: 

Siebzehente Aufgabe. Folgt ein Oval auf 16. Stiche.

9te Tafel.

1.) Theilet eures Setzbodens Höhe a, d, in sieben Theile, a, b, l, m, n, o, c, d.
2.) Machet den Oval, nach bisheriger Lehre, die immer einerley bleibt, fertig, dazu ihr die Mödel bey der Figur findet.

Die Böden hierzu zu machen:

1.) Stechet 19mal in der Gargel herum mit einem 4telzoll Ueberstich.
2.) Nehmet acht dieser Theile zur Linie a, d.
3.) Theilet diese Höhe a, d, in sieben Theile, und reißet den Oval auf jeden der Böden, wie die Vorschrift dieser Aufgabe saget.

Schlagworte: 

Achtzehente Aufgabe. Zeigt einen Oval auf 18. Stiche.

10te Tafel.

1.) Nehmet die Höhe a, d, eures vorhabenden Bodens, theilet solche in acht Theile, bey a, b, l, m, n, o, p, c, d.
2.) Reißet den Oval aus denen gehörigen Punkten fertig, wie bishero allezeit geschehen.

Die Mödel bleiben mit vorigen einerley.

Machet die Böden zu solchem Faß also:

1.) Stechet 21mal in der Gargel herum, und nach Gebrauch, mit einem 4telzoll Ueberstich des letzten über den ersten Stich.
2.) Nehmet 9, dieser Theile zur Höhe der Linie a, d, und theilt dieses Maß in 8, Theile, bey a, b, l, m, n, o, p, c, d, und reißet die ovalen Böden wie den Setzboden dieser Aufgabe.

Schlagworte: 

Neunzehente Aufgabe. Einen ovalen Setzboden auf 20 Stiche zu machen.

11te Tafel.

1.) Die Höhe a, d, eures Setzbodens theilet in 9, Theile, a, b, l, m, n, o, p, q, c, d.
2.) Verfahret wie bey bisherigen Aufgaben, mit Aufreißung des Ovals.

Die Böden werden zu solchem Faß also gemacht.

1.) Stechet 23mal in der Zarge herum, und lasset den letzten Stich über den ersten einen 4telzoll hinaus gehen.
2.) Nun geben zehen dieser Theile die Höhe a, d, zu denen Böden. Diese Höhe theilet in 9, Theile, und reißet den Oval nach diesem Maß, wie ihr den Setzboden dieser Aufgabe gerissen habt. Die Mödel sind gleich vorigen beygezeichnet.

Schlagworte: 

Zwanzigste Aufgabe. Runde Faße mit Ecken zu machen.

Davon sehet die 12, und 13, Tafel.

Es haben sich, wie bey andern, auch bey dem Büttner=Handwerk, geschickte Männer gefunden, welche allerhand Arten von Faßen, nämlich, Ovale und Eyförmige, auch Korbförmige ohne und mit Ecken, und so auch Runde mit Ecken, wie nicht weniger so gar Eins das wie eine Sanduhr aussiehet, dessen Bauch einwarts gehet, zu machen erfunden, haben, die alle, von welcher Gattung sie sind, wenn sie gehörig gemacht worden, so gut wie ein rundes Faß halten. Der Erfinder der ovalen Faße war, Joh. Michael Spar, ein Franke: Und der eckigen Faße Erfinder war ein Straßburger, Heinrich Ganz.

Auf welcherley Art solche gemacht werden, wird in folgenden Aufgaben zu finden seyn.

Man kann einem runden Faße so viel Ecken geben als man will, wie bey Figur 1, und 2, auf der 12ten und 13ten Tafel zu sehen, welche 6, 8, 10, und 12, Ecken haben. Dabey wird also verfahren:

1.) Reißet auf den Werkstattboden die Linie a, b, einen Zirkelring, so groß, als ihr euren Setzboden zu machen gedenket. Diese Linie a, b, heißt Mittellinie, als die von Spund zu Grund gehet.
2.) Aus a, und b, reißet Kreuzbögen bey e, und h, und ziehet durch e, und h, eine Linie, welche die Bauchlinie heißt.
3.) Theilet den oben gezogenen Zirkel in so viel gleiche Theile, als ihr Ecken an das Faß zu machen gedenkt, und ziehet von dem ersten Eck f, durch das Zentrum unten zum Eck g, eine Linie.
4.) Ziehet von den abgetheilten Punkten von Eck zu Eck Linien, als von m, zu f, von f, zu e, von e, zu i, und so fort, so viel als nöthig sind.
5.) Nun sind zwei Fügmödel zu machen: den ersten machet als einen rechten Winkelhacken nach der Mittellinie a, b, und nach der Zwerglinie f, m, wie solcher bey w, zu sehen ist. Der zweyte Fügmodel, als der Eckmodel bey u, wird gleichfalls nach der Linie f, m, und nach der Linie f, g, gemacht.
6.) Füget man nun alle gerade Fugen die oben auf die Linien m, f, oder m, h, oder h, g, und so weiter zu stehen kommen, nach dem rechten Winkelhaken w. Die Eckfugen aber f, e, i, g, h, m, und so viel ihrer sind, füget nach dem Eckmodel u, so werden diese Fugen alle Ecken schließen.

Hiebey muß genau in Acht genommen werden, daß ein Eck so breit als das andre gefüget, und keines schmäler oder breiter wird, auch nicht um eine Linie, sonst wird das Faß schief, und trifft auf den Böden nicht zu.

Die Spitzung und Senkung wird ganz nach Art eines runden Faßes gemacht.

Bey Aufsetzung eines solchen Faßes muß man sich eines eisernen Reifes, der just nach denen Ecken gemacht ist, oder eines Seiles, gebrauchen.

Die Böden zu solchen Faßen werden auf folgende Art gemacht.

1.) Stellet einen geraden Stock in die zwo Ecken f, und g, oder in m, und i, zwischen die Grund- und Spunddauben, und suchet genau die Höhe des Faßes.
2.) Theilet dieses Maß in zween Theile, nehmet ein solchen halben Theil mit dem Zirkel, und reißet mit solcher Weite auf die Böden des Faßes einen Zirkel.
3.) Ziehet durch das Zentrum von der Spunddaube zur Grunddaube eine Linie, welche den Boden von oben herab durchschneidet. Desgleichen ziehet durch das Zentrum die Bauchlinie, welche diesen Zirkel in vier gleiche Theile theilet.
4.) Nach der von Spund zu Grund gerissenen Mittellinie, suchet nach Figur 1, oder 2, Tafel 12, oder nach Figur 1, oder 2, Tafel 13, nach welch einer Figur ihr das Faß gemacht habt, mit einem Zirkel die nächst stehende Durchschnittlinie f, g, und traget solche genau auf den Riß.
5.) Messet mit dem Zirkel alle Ecken des Faßes, eine nach der andern ab, und traget solche sehr genau auf den Zirkel, von dem Eck bey f, anfangende.
6.) Ziehet von Eck zu Eck innerhalb des Zirkels Linien, und schneidet nun den Boden scharf nach denen Eckrissen ein, damit wenn solcher Boden in das Faß gestellet wird, just Eck auf Eck zu sitzen kommt.

Merket:

Auf eben diese Art werden die Böden in ovale Faße, die Ecken haben, gezeichnet und bearbeitet.

Die Eyförmigen Faße aber werden nach der Mittellinie und nach der Bauchlinie gemacht. Wie in der 33ten Aufgabe, Tafel 33. zu sehen ist.

Desgleichen werden die Handkorbfaße, die unten vier große Ecken haben, nach Art der Eyförmigen Faße, mit ihren Böden eingerichtet. Davon in der 36, und 37ten Aufgabe Gattungen beschrieben sind.

Schlagworte: 

Ein und zwanzigste Aufgabe. Ein ovales Faß auf 8, Stiche mit 6, Ecken zu machen.

14te Tafel.

1.) Reißet einen Oval auf 8, Stiche, nach der achten Aufgabe, in a, g, h, d, k, i.
2.) Theilet von der Bauchlinie t, q, anfangend, diesen Oval in 6, gerade Theile, bey t, s, r, q, p, l.
3.) Oeffnet den Zirkel beliebig, irgend einen halben Schuh, setzet in das Eck l, und stechet auf die Linie l, p, dem Punkt m, und auf der Linie l, t, den Punkt n.
4.) Oeffnet den Zirkel von m, bis n, und reißet aus den Punkten m, und n, die Kreuzbögen in o.
5.) Ziehet von l, zu o, eine Linie, diese gibt mit der Linie l, p, den runden Eckmodel, der in u, angedeutet ist.
6.) Den Winkelhacken, der in w, angedeutet ist, machet nach der Linie a, b, mit der Linie l, p, als einen rechten Winkelhacken.
7.) Den Seiteneckmodel v, machet nach denen zwo Linien q, t, und q, r, demnach ist der Riß fertig, samt denen dazu gehörigen Fügmödeln.

Anmerkung.

Bey allen ovalen Fässern die Ecken bekommen sollen, werden die Mödel auf vorgeschriebene Art gesucht, nämlich:

1.) Der runde Eckmodel, wie in u.
2.) Der Winkelhacken, wie w, zeiget, und
3.) Der Seitenmodel, wie solcher bey v, gezeichnet stehet. Tafel 14.

Schlagworte: 

Zwey und Zwanzigste Aufgabe. Folgt ein Oval auf 8. Stiche, mit 8. Ecken.

15te Tafel.

1.) Reißet nach der achten Aufgabe einen Oval.
2.) Theilet solchen bey p, q, f, k, i, r, t, l, auf 8. Ecken aus.
3.) Oeffnet den Zirkel, irgend einen halben Schuh, machet aus dem Eck l, auf der Linie l, p, den Punkt m, auf der Linie l, t, den Punkt n, mit gleicher Zirkelweite.
4.) Mit der Weite m, n, ziehet aus m, und n, Kreuzbögen in o.
5.) Ziehet von l, zu o, eine Linie, diese gibt mit der Linie l, p, den runden Eckmodel in u.
6.) Den Winkelhacken w, machet nach der Linie a, b, mit der Linie l, p.
7.) Den Seiteneckmodel bey v, suchet also: Oeffnet wie vorhin den Zirkel beliebig, setzet in das Eck q, machet auf der Linie q, p, den Punkt e, und auf der Linie q, f, den Punkt g.
8.) Nehmet die Weite e, g, und ziehet aus e, und g, die Bögen in h.
9.) Ziehet von q, zu h, eine Linie, diese gibt mit der Linie q, f, den Seiteneckmodel v, und also ist der Riß, mit seinen Mödeln fertig.

Schlagworte: 

Drey und zwanzigste Aufgabe. Ist ein Oval auf 8. Stiche, mit 10. Ecken.

16te Tafel.

Hierbey verfahret just wie in der vorhergehenden Aufgabe, wenn ihr den Oval nach der achten Aufgabe gerissen habt, so theilet solchen in 10 Ecken bey p, q, s, f, k, i, r, x, t, l.

Nun suchet die Mödel wie in der 22ten Aufgabe so ist u, der runde Eckmodel, w, der Winkelhacken, und v, der Seiteneckmodel.

Schlagworte: 

Vier und zwanzigste Aufgabe. Ein Oval auf 8. Stiche mit 12. Ecken.

17te Tafel.

1.) Reißet nach der achten Aufgabe, euren Oval.
2.) Theilet solchen in 12, gleiche Ecken ein, wie ihr in der Figur sehet, und reißet die drey Mödel wie bisher gelehret worden.

Den runden Eckmodel in u, von der Linie l, o, mit der Linie l, p.

Den Winkelmodel w, von den Linien l, p, und a, b, und den Seiteneckmodel v, auf die nämliche Art wie in vorhergehender Aufgabe, nur diesmal zur Veränderung auf der hintern Seite.

Schlagworte: 

Fünf und zwanzigste Aufgabe. Ein Oval auf 8. Stiche mit 16. Ecken.

18te Tafel

Hierbey verfahret just wie in der 22ten Aufgabe, nur daß ihr den Oval vorhero in 16, Ecken abtheilet, so ergeben sich die Mödel in u, w, und v, wie in besagt 22ter Aufgabe.

Schlagworte: 

Sechs und zwanzigste Aufgabe. Einen Oval auf 10. Stiche, mit 6. Ecken zu machen.

19te Tafel.

1.) Reißet nach der 14ten Aufgabe, einen Oval auf 10. Stiche, folgender massen: Ziehet die Linie a, d, so hoch ihr den Setzboden machen wollet, und theilet diese Weite in vier Theile a, b, x, c, d.
2.) Mit der Weite a, b, ziehet aus b, den Bogen g, a, i, und aus c, den Bogen h, d, k.
3.) Schneidet mit der Weite a, b, den obern Bogen aus a, in g, und i, ab, und den untern Bogen aus d, in h, und k.
4.) Mit der Weite a, c, ziehet aus g, und h, Kreuzbögen auserhalb e, und mit eben der Weite, ziehet aus i, und k, die Kreuzbögen außerhalb f.
5.) Ziehet aus dem Kreuzbogen hinter e, den Seitenbogen des Ovals, von g, zu h, und aus den Kreuzbogen auserhalb f, ziehet den Seitenbogen des Ovals von i, zu k, so ist der Oval fertig.
6.) Nun theilet diesen Oval in 6 gleiche Ecken, bey p, f, r, s, t, l, und suchet die Mödel just wie solche in der 21ten Aufgabe, vorgeschrieben sind; so gibt die Linie l, p, mit der Linie l, o, den runden Eckmodel u, die Linie a, b, mit der Linie l, p, gibt den Winkelhacken w, und die Linie q, r, gibt mit der Bauchlinie q, t, den Seiteneckmodel v.

Schlagworte: 

Sieben und zwanzigste Aufgabe. Einen Oval auf 10 Stiche, mit 8, 10, 12, 16 Ecken.

Einen Oval auf 10 Stiche, mit 8 Ecken.

20te Tafel.

Einen Oval auf 10 Stiche, mit 10 Ecken.

21te Tafel.

Einen Oval auf 10 Stiche, mit 12 Ecken.

22te Tafel.

Einen Oval auf 10 Stiche, mit 16 Ecken.

23te Tafel.

Bey diesen hier vorgeschriebenen vier, auf 10, Stiche gemachten Figuren, verfahret also:

1.) Reißet den Oval, nach der 26ten Aufgabe.
2.) Theilet solchen, nach welcher vorgeschriebenen Figur ihr wollet, in seine richtige Ecken.
3.) Suchet, nach bisheriger Lehre, die Mödel wie solche bey der Figur, die ihr machen wollet angezeiget sind.

Schlagworte: 

Acht und zwanzigste Aufgabe. Einen Oval auf 8, Stiche, oben und unten mit vier Ecken zu machen.

24te Tafel.

1.) Reißet nach der achten Aufgabe einen Oval g, a, h, d, k, i.
2.) Theilet den obern Bogen von g, bis i, in drey gleiche Theile g, p, l, i, und so auch den untern Bogen bey h, r, s, k, welches die 8, Ecken gibt.
3.) Ziehet von Eck zu Eck Linien, am obern und untern Bogen.
4.) Oeffnet den Zirkel, ungefehr einen halben Schuh, setzet in das Eck p, oder l, und stechet auf der Linie p, l, den Punkt m, und auf der Linie l, i, mit einerley Weite, den Punkt n.
5.) Nehmet die Weite m, n, ziehet aus m, und n, die Kreuzbögen in o.
6.) Ziehet von l, zu o, eine Linie, diese gibt mit der Linie l, p, den runden Eckmodel u.
7.) Die Linie a, b, gibt mit der Linie l, p, den Winkelhacken w.

Wie nun die Seiten keine Ecken haben, so nehmet den Seitenmodel v, nach der Bauchlinie e, f, und den Seitenbogen g, h.

Schlagworte: 

Neun und zwanzigste Aufgabe. Ist ein Oval auf 8, Stiche, mit 4, Ecken auf jeder Seite.

25te Tafel.

1.) Reißet nach der achten Aufgabe einen Oval, a, g, h, d, k, i.
2.) Theilet den Bogen von g, zu h, in 4 Theile, g, l, p, h, und so theilet auch den hintern Bogen, von i, bis k, in 4 Theile, i, q, r, k.
3.) Suchet den Seitenmodel v, wie sonst, nehmet ein Eck, hier das Eck r, stechet aus solchem, mit einerley Weite, den Punkt m, auf der Linie q, r, und den Punkt n, auf r, k, mit der Weite m, n, reißet aus m, und n, die Bögen bey o, ziehet von r, zu o, eine Linie, diese Linie gibt mit der Linie r, k, den Seiteneckmodel v.
4.) Den runden Model u, nehmet von der Linie a, b, mit dem obern Bogen a, i, so ist der Riß fertig, mit seinen Mödeln, nach welchen man sicher arbeiten kann.

Schlagworte: 

Dreysigste Aufgabe. Ein Eyfaß aufzureißen.

26te Tafel.

1.) Ziehet die Linie a, d, auf den Stubenboden.
2.) So breit die Bauchlinie eures Setzbodens soll werden, ziehet durch a, d, die Linie e, f, und theilet solche bey c, in zwey Theile, ziehet mit der Weite e, c, aus c, den Zirkel b, f, d, e, bis b.
3.) Theilet diesen Zirkel in 4 Theile, bey b, anfangend in b, f, d, e.
4.) Ziehet aus e, durch b, eine Linie, und von f, durch b, gleichfalls eine Linie.
5.) Setzet in f, nehmet die Weite zu e, und ziehet von e, den Bogen bis auf die Linie h, und mit der Weite setzet in e, und ziehet den Bogen von f, bis g.
6.) Setzet in b, nehmet die Weite bis h, und ziehet den Bogen h, a, g.

Demnach wäre eine Eyfigur nach Büttner Manier aufgerissen.

Zu einem solchen Riß gehören 4 Mödel, welche bey h, g, f, und d, angezeiget sind.

Mit dem Model g, werden die zwo Fugen g, und h, gefüget.

Mit dem Model h, die Fugen, die von h, zu g, hinkommen.

Mit dem Model f, werden die Fugen von f, zu g, und von e, zu h, gefüget.

Und mit dem Model d, werden die Fugen von e, zu d, bis f, gemacht.

Auf solche Art wird sich das Faß nicht verdrucken, und sich auch keine Einfuge ergeben; besonders wenn man die flachen Dauben, auf beyden Seiten oben und unten in die Runden eingehen läßt.

Die Böden zu solchen Faßen machet also:

Stechet siebenmal in der Zarge herum, von diesen sieben nehmet einen Theil, und reißet mit solcher Zirkelöffnung, wieder einen Zirkel auf eure vorhabende Böden, wie solcher auf der 26, Tafel bey b, f, d, e, zu sehen, und nach diesem Zirkelring verfertiget die Böden, mit Aufreißung solcher Eyfigur, wie diese Aufgabe lehret.

Schlagworte: 

Ein und dreysigste Aufgabe. Ein Eyfaß das oben mehr gespitzet ist als vorhergehendes, aufzureißen.

27te Tafel.

1.) Reißet euren Zirkel im Durchschnitt so breit, als die Bauchlinie e, f, werden soll, auf die Linie a, d.
2.) Theilet diesen Zirkel in 4 Theile, bey 1, e, d, f, und ziehet die Bauchlinie c, f.
3.) Theilet die obere Hälfte dieses Zirkels, von 1, bis c, in 7, gerade Theile bey 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, und traget einen solchen Theil von 1, hinauf in b.
4.) Ziehet aus e, durch b, eine Linie, und von f, durch b, ziehet gleichfalls eine solche Linie.
5.) Setzet den Zirkel in f, öffnet ihn bis e, und ziehet den Bogen von e, bis h, desgleichen machet den Bogen von f, zu g, wenn ihr den Zirkel in e, setzet.
6.) Nun setzet den Zirkel in b, öffnet ihn bis h, und ziehet den runden Bogen h, a, g, so ist die Eyfigur fertig, und sind die 4, Mödel beygesetzt, welche die Fugen auf gleiche Art machen, wie in der dreysigsten Aufgabe gesagt worden.

Schlagworte: 

Zwey und dreysigste Aufgabe. Eyartige Fäßer die sich immer mehr oben zuspitzen als voriges.

28te Tafel.

Bey dieser Figur so wohl, als bey nachfolgend 29ter, 30ter, 31ter, und 32ter, Figur verfahret mit dem Aufriß just wie in der 31ten Aufgabe, nur mit dem Unterschied, daß bey jeder folgenden Figur die obere Hälfte des Zirkelrings von 1, bis c, jederzeit um einen Theil weniger gemacht ist, als:

Die 28te Figur hat nur 6, Theile, von 1, bis 7.

Die 29te Figur hat nur 5, Theile, von 1, bis 6.

Die 30te Figur hat nur 4, Theile, von 1, bis 5.

Die 31te Figur hat nur 3, Theile, von 1, bis 4.

Die 32te Figur hat nur 2, Theile, von 1, bis 3.

Hierdurch werden die Theile nach und nach immer größer; hingegen kommt der Punkt b, durch den größer von 1, hinauf getragenen einen Theil, immer mehr in die Höhe, wodurch die Figuren oben immer mehr spitziger werden, wie bey benannten Figuren zu sehen ist.

Die Mödel bleiben bey einer wie bey allen diesen Figuren unverändert auf ihren Linien.

Schlagworte: 

Drey und dreysigste Aufgabe. Ein Eyfaß mit Ecken zu machen.

33te Tafel.

1.) Machet nach der dreysigsten Aufgabe eine Eyfigur.
2.) Theilet solche in so viel Ecken ein, als euch beliebet. Wir wollen hier eine mit 18, Ecken vornehmen, die bey i, g, k, l, m, f, o, p, q, r, s, t, e, u, v, w, h, und y, angezeiget sind.
3.) Nachdem ihr nun überall, oder nur am obersten Bogen, oder auf denen Seiten, oder am untersten Bogen, Ecken machen wollet, so macht die Mödel dazu wie ihr in dieser 33ten Figur sehet, nämlich:

1.) Der Winkelhacken bey a, wird von der Linie a, b, mit der Linie y, i, genommen.
2.) Der obere Eckmodel bey i, wird von der Linie b, i, mit der Linie y, i, genommen.
3.) Der Seitenmodel bey u, wird nach der Linie u, f, und nach der Linie u, v, gemacht.
4.) Der untere runde Eckmodel q, wird nach der Linie c, q, mit q, r, gemacht.

Der untere beygesetzte Winkelhacken ist der nämliche, der oben bey a, stehet.

Anmerkung.

Man hat mit Vorsicht Linien auf alle Ecken gezogen, um durch solche zu zeigen, wenn man mehr oder weniger Ecken an dergleichen Faße machen wollte, aus welchen Punkten die Linien zu andern Ecken als diese sind, gezogen werden müssen, nämlich:

1.) Aus b, werden die Linien zu denen Mödeln des obern Bogens h, a, g, gezogen.
2.) Aus e, werden die Linien des Seitenbogens von f, bis g, gezogen, und aus f, die Linien des Seitenbogens von e, h.
3.) Aus c, aber werden die Linien zu denen Ecken des untern Bogens t, s, r, q, p, o, gezogen, nach welchen Linien die Mödel gemacht werden, wie ihr sehet.

Mercket:

Ein solches Faß wird, nach der Art der ordentlichen Eyfaße, gefüget, und bekommt nur halb so viel Seiten als ein rundes Faß, wie schon in der fünften und siebenten Aufgabe davon etwas gesagt worden.

Die Böden zu dergleichen Faßen, werden folgender Gestalt gemacht.

Hier leset nach, was schon vorne in der zwanzigsten Aufgabe, von den runden Faßböden, die Ecken haben, ist gesaget worden; dem nach machet diese Böden also:

1.) Nehmet mit einem Stock genau das Maß in der 33ten Tafel von dem Eck e, bis zu dem Eck f, dieses Maß gibt den runden Zirkel wieder, der aus c, durch die Punkte b, f, d, e, ist gemacht worden.
2.) Theilet dieses Maß in zween Theile, so kommt in der Mitte c, als der Zentrumspunkt wieder, aus welchem Punkt c, der Zirkelriß kann auf die Böden gezogen werden.
3.) Nach diesem Zirkelriß, reißet eure Figur, wie vorhin, nach der Aufgabe nach welcher ihr den Setzboden gemacht habt, fertig.
4.) Traget in diesen Riß, alle Ecken des Fasses, eines nach dem andern, genau auf diesen Riß, und schneidet die Böden sehr scharf, nach solchen Eckrißen ein, so wird alles richtig zutreffen.

Schlagworte: 

Vier und dreysigste Aufgabe. Ein Eyfaß oben mit 4, und unten mit 8. Ecken zu machen.

34te Tafel.

Verfahret hierbey wie in vorhergehender Aufgabe.

1.) Reißet eine Eyfigur, nach der 30, 31, oder 32ten Aufgabe, welche euch beliebt, und theilet den obern Bogen von h, bis g, in drey Theile h, y, i, g, und den untern Bogen von e, bis f, in 8, Ecken, bey e, t, s, r, q, p, o, f.
2.) Ziehet aus b, die Linien b, y, und b, i, und machet dort die beyden Mödel, wie ihr sehet.
3.) Aus c, ziehet gleichfalls Linien zu denen Ecken t, s, r, q, p, o, und machet die Mödel nach der Figur.

Und so ergibt sich auch der Seitenmodel bey e, wie ihr schon wisset.

Die Böden machet wie bey der 33ten Aufgabe.

Schlagworte: 

Fünf und dreysigste Aufgabe. Ein Eyfaß mit 10 Ecken auf denen obern Seiten.

35te Tafel.

1.) Reißet nach der 30ten 31ten oder 32ten Aufgabe, eine Eyfigur, theilet solche in ihre Ecken wie ihr sehet.
2.) Reißet aus f, die Linien w, v, u, und aus e, die Linien k, l, m, zu den Eckpunkten.

Hierauf ergibt sich der obere runde Model auf der Linie h, b, mit dem Bogen h, a.

Der obere Seiteneckmodel ergibt sich mit der Linie b, g, und g, k.

Der Seiteneckmodel kommt von der Linie u, f, mit u, v, oder mit e, m, und m, l.

Und der untere runde Model entsteht von der Linie d, c, mit dem Bogen d, f.

Schlagworte: 

Sechs und dreysigste Aufgabe. Ein Eyfaß unten mit 4 großen Ecken zu machen. Diese Art nennet man Handkorbfaße.

36te Tafel.

1.) Reißet nach der 30ten, 31ten, oder 32ten Aufgabe, eine Eyfigur fertig.
2.) Theilet den untern Zirkelbogen in 3. Theile von e, zu i, n, bis f, und ziehet die Linien, wie die Figur zeiget.
3.) Machet die Mödel wie solchen in der Figur angezeichnet sind.

Die Böden machet wie die 33te Aufgabe besaget.

Schlagworte: 

Sieben und dreysigste Aufgabe. Ein Handkorbfaß mit 12, Ecken zu machen.

37te Tafel.

1.) Wenn ihr nach der 30ten, 31ten, oder 32ten Aufgabe, eine Eyfigur aufgerissen habt, so theilet solche wie die Figur zeiget, in ihre gehörige Ecken, bey g, k, l, m, f, n, i, e, u, v, w, h.
2.) Ziehet aus e, die Linien zu denen Ecken, k, l, m, und aus f, zu u, v, w. Weiter, aus c, ziehet die Linien zu i, und zu n. Daß ihr vorhero von Eck zu Eck Linien ziehet, wisset ihr schon.

Nun machet die 4, Mödel wie ihr solche beygezeichnet sehet, und die Böden machet wie die 33te Aufgabe beschreibet.

Schlagworte: 

Acht und dreysigste Aufgabe. Ein Faß zu machen, welches die Figur eines Stundenglases, oder einer Sanduhr hat.

Machet ein rundes, oder ovales Faß, bis auf die Gargel fertig, wärmet und bindet solches, ohne Böden darein gemacht zu haben, lasset solches ungefehr etliche Wochen also stehen, bis es recht ausgetrocknet ist; als dann thut dasselbe wieder von einander, und fuget solches, nach Art eines Bodenstückes ganz gerade. Nun setzet es also auf, daß das innere Theil außenher, und das äußere Theil der Dauben innen hinein kommt, machet Böden dazu und bindet es also ab, daß der Bauch einwarts gehet. Welches am besten durch Schloßreiffe geschehen kann.

Schlagworte: 

Neun und dreysigste Aufgabe. Einen Visirstab zu machen, nach welchen man ein Faß visiren oder messen kann.

11te Tafel, Figur 2, 3.

1.) Lasset euch von Blech ein zirkelrundes Maß machen, das sehr niedrig, aber desto weiter ist, je weiter und niedriger, je besser, und lasset es also einrichten, daß es just ein gestrichenes Wein= oder Biermaß eures Ortes hält: Oder wenn es größer als ein Maß wäre, so bemerket genau wie hoch das Maß Wein oder Bier in solchen, wenn es recht Wasserwagrecht gestellet ist, stehe. Dessen Figur sehet auf der 11ten Tafel, Figur 2.
2.) Nun ziehet eine Linie a, c, Figur 3, Tafel 11, am besten auf ein Bret von Birnholze, und richtet in a, eine winkelrechte Linie a, b, auf, welches ihr thun könnet, wie in der 20ten Aufgabe gesagt ist, da durch die Linie a, b, die Linie e, h, gezogen wurde.
3.) Nehmet mit einem Zirkel, sehr genau, den Durchschnitt eures blechernen Maßes, d, e, Figur 2, und traget diese Länge, aus a, auf der Linie hin zu b, und auch aus a, in 1 auf der Linie a, c, Figur 3.
4.) Nehmet die Weite von b, zu 1, und tragt solche aus a, in 2.
5.) Nehmt die Weite b, 2, und traget solche aus a, in 3.
6.) Nehmet b, 3, und traget solches aus a, in 4.
7.) Nehmet b, 4, und traget es aus a, in 5.
8.) Messet b, 5, tragt es aus a, in 6.
9.) b, 6, traget aus a, in 7.

Auf solche Art fahret fort, so weit ihr wollet, und traget diese Abtheilung von dem Brete, auf einen Visirstab, bis die eine Seite ganz fertig ist. Mit dieser Abtheilung könnet ihr die Höhe eines Faßes ausmessen, und gleich sagen, wie viel Maße, nach den Zahlen eures Visirstabes, nach ihren Grundflächen, in dem Boden eines jeden Cylinders stecken.

Nun nehmet die zweyte Seite des Visirstabes, nehmet genau die Höhe d, f, des blechernen Maßes, vom Boden an bis dahin wo das nasse Getränke sich endigt, Figur 2, 11te Tafel, und traget diese Höhe d, f, auf der Linie g, des Stabes, aus g, gegen h, in i, Figur 3, Tafel 11.

Eben diese Weite traget von 1 in 2, und von 2 in 3, von 3 in 4, von 4 in 5, von 5 in 6, von 6 in 7, und so fort immer mit einerley Maß, und schreibet die Zahlen dazu, so ist der Stab fertig.

Dieser Visirstab wird das Quadratischevisir genennet, weil er durch Ausziehung der Quadratwurzel gemacht wird: Auch heißt er das Cylindrischevisir, weil Cylinder und Faße damit ausgemessen werden.

Schlagworte: 

Vierzigste Aufgabe. Mit diesem Visir ein Faß zu messen, wie viel solches am Gemäße halte.

11te Tafel, Figur 4.

1.) Messet mit der Seite des Visirs a, c, auf welcher der Diameter der Maße stehen, den vorderen Boden des Faßes a, b, Figur 4, Tafel 11, und zwar innerhalb der Köpfe, und so messet auch den hintern Boden des Faßes c, d, genau.
2.) Wenn nun der vordere Boden 8, Maß, und der hintere 10, Maß hielte, so zählet beyde Summen zusammen, welches 18, wären. Diese Summe theilet in zween Theile, so kommen 9, Maße, als die einander gleich gemachte Bodentiefe. Diese 9, merket.

Wären aber der vordere Boden a, b, und der hintere c, d, gleich groß, und jeder hielte 9, Maaße, so zählet ihren Gehalt nicht zusammen, sondern nehmt nur des einen Bodens Gehalt, für eure Summe an.

3.) Stecket oben durch das Spundloch das Visir in das Faß, und sehet auf der Seite a, e, des Visirs, wie hoch das Faß, von Grund bis zum Spund, gerade hinab ohne die obere Holzdicke seye; gesetzt diese betrüge 11 Maß.
4.) Nehmet diese 11, und vorige 9, zusammen, diese machen 20.
5.) Diese Summe 20, halbiret, kommt zur Hälfte 10, und dieses wäre die wahre halbe Faßtiefe.
6.) Messet nun mit g, h, der andern Seite des Visirs, auf der die Höhen der Maße stehen, die Länge des Faßes a, c, in Lichten, das ist, innwendig, ohne den Betrag der beyden Bodendicke, so genau als ihr könnet.

Hier wollen wir annehmen, es wäre diese Länge, ohne die Böden, 13 Maß.

7.) Multiplizirt diese Länge 13, mit der obigen Tiefe 10, so kommen 130. Maße, und diese 130. Maße wären nun der Innhalt des ganzen Faßes.

Anmerkung.

Durch diese Messung mit einem solchen Quadratischenvisir, wird ein Faß gleichsam zu einer Walze gemacht; daher der Innhalt eines Faßes genauer zu bestimmen ist, als mit dem Cubischenvisir, mit welchem man nur von Spund zu Grund, schrege gegen die Gargel misset. Ein solch Cubischesvisir dienet blos nur zu jener Art Fäßer, nach deren Gattung solches gemacht ist, weil bey dessen Verfertigung, eine Maßfigur muß angenommen werden, deren Diameter ihres Bodens, mit ihrer Cylindrischen Höhe oder Länge gleich groß seyn muß: von welcher Gattung aber wenig Fäßer, hier zu Land zu finden sind. Es ist dahero nur zu bewundern, daß dieses Cubischevisir, fast hier in ganz Franken, und zwar wohl oft noch sehr fehlerhaft, nach geschnitten, gebraucht wird.

Dessen Verfertigung hier mit anzuführen, wir jedennoch nicht unterlassen wollen.

Schlagworte: 

Ein und vierzigste Aufgabe. Einen Cubischenvisirstab zu machen.

11te Tafel, Figur 5.

1.) Lasset euch ein zirkelrundes Gefäß von Blech machen, dessen Höhe a, b, just dem Durchschnitt oder Diameter b, c, des Bodens gleich ist, welches diesem nach, ein gestrichenes Maß voll Wasser eures Ortes hält. Figur. 5, Tafel 11.
2.) Suchet die Diagonallinie a, c, dieses Maßes auf das strengste, und machet aus solcher einen tausendtheiligen Maßstab.
3.) Lasset euch einen Visirstab von gutem Holze machen, und traget diese Länge a, c, als tausend Theile, vom untersten Ende des Maßstabes a, 1. Tafel 11, Figur 3.
4.) Nun nehmet aus folgender Tabelle, in welcher schon alle cubische Maße berechnet sind, 1259, Theile von dem Maßstab, und traget solche auf dem Visirstabe aus a, hinauf in 2, gegen c.
5.) Nehmet nach der Tabelle folgende 1442, Theile von dem Maßstabe, und traget solche auf dem Visir aus a, in 3, auf der Linie a, c.

Fahret nun auf gleiche Art fort, traget alle Theile aus der Tabelle, nach dem Maßstab genommen, auf dem Visirstab, aus a, immer weiter hin, in 4, 5, 6, etc. bis alle Zahlen aufgetragen sind, so habt ihr einen Visirstab, wenn ihr die Maße 1, 2, 3, 4, und so fort, darauf schreibet, und denselben unten scharf, wie ein Messer, schneidet, mit dem ihr eure Faße messen könnet.

Wolte man große Fäßer visiren, so würde mit Verfertigung eines Visirs, auf die nämliche Art verfahren, wobey man nur diese Veränderung  müßte machen, daß man statt des oben gezeigten blechernen Gefäßes, das nur 1, Maß hält, hiezu ein solches Gefäß müßte machen, das einen Eymer hält, im übrigen aber nach der Diagonallinie dieses Gefäßes, einen 1000, theiligen Maßstab machte, und damit verführe, wie bey Auftragung der Maße, nach eben der Tabelle.

Schlagworte: 

Zwey und vierzigste Aufgabe. Ein Faß mit diesem Visirstabe zu messen.

11te Tafel, Figur 4.

1.) Stosset das Visir zum Spundloch oben hinein, bis zur Gargel b, und sehet wie viel das Faß, ohne das obere Holz, auf dieser Seite hält; das thut auch von dem Spundloch bis zur Gargel d. Ist die Summe einander gleich, so behaltet solche für den Innhalt des Faßes.
2.) Wäre die Summe ungleich, so bringt beyde in eine Summe, und nehmet von dieser die Hälfte für den Innhalt des Faßes an.

Schlagworte: 

Tafel der Cubiczahlen zum Visiren.

Maas oder Eymer. Zahlen der Diagonallinie Maas oder Eymer. Zahlen der Diagonallinie Maas oder Eymer. Zahlen der Diagonallinie
1 1000 33 207 65 20

2

259

34

239

66

41

3

442

35

271

67

61

4

587

36

301

68

81

5

709

37

332

69

101

6

817

38

361

70

121

7

912

39

391

71

140

8

2000

40

119 [! richtig: 419] 

72

160

9

80

41

448

73

179

10

154

42

476

74

198

11

223

43

503

75

217

12

289

44

530

76

235

13

351

45

556

77

254

14

410

46

583

78

272

15

466

47

608

79

290

16

519

48

634

80

308

17

571

49

659

81

326

18

620

50

683

82

344

19

668

51

708

83

362

20

714

52

732

84

379

21

758

53

756

85

396

22

802

54

779

86

413

23

843

55

802

87

430

24

884

56

825

88

447

25

924

57

848

89

464

26

962

58

870

90

481

27

3000

59

892

91

497

28

36

60

914

92

514

29

72

61

936

93

530

30

107

62

957

94

546

31

141

63

979

95

562

32

174

64

4000

96

578

97

594

132

-91

174

583

98

610

133

104

176

604

99

626

134

117

178

625

100

642

135

129

180

646

101

657

136

142

182

657

102

672

137

155

184

688

Maas oder Eymer.

Zahlen der Diagonallinie

Maas oder Eymer.

Zahlen der Diagonallinie

Maas oder Eymer.

Zahlen der Diagonallinie

103

687

138

167

186

708

104

702

139

180

188

728

105

717

140

192

190

748

106

732

141

204

192

768

107

747

142

217

194

788

108

762

143

229

196

808

109

776

144

241

198

828

110

791

145

253

200

848

111

805

146

265

202

867

112

820

147

277

204

887

113

834

148

289

206

906

114

847

149

307

208

925

115

862

150

313

210

943

116

877

151

325

212

962

117

890

152

337

214

982

118

904

153

348

216

6000

119

918

154

359

218

-18

120

931

155

371

220

-36

121

946

156

383

222

-55

122

959

157

394

224

-73

123

973

158

406

226

-91

124

986

159

418

228

109

125

5000

160

428

230

126

126

-13

162

451

232

144

127

-26

164

473

234

162

128

-39

166

495

236

180

129

-52

168

517

238

197

130

-65

170

539

240

214

131

-78

172

561

244

248

248

282

364

140

560

242

252

316

368

166

576

320

256

349

372

193

592

397

260

382

376

217

608

471

 

Maas oder Eymer.

Zahlen der Diagonallinie

Maas oder Eymer.

Zahlen der Diagonallinie

Maas oder Eymer.

Zahlen der Diagonallinie

264

415

380

243

624

546

268

447

384

268

640

617

272

479

388

292

656

689

276

510

392

318

672

759

280

542

396

343

688

828

284

573

400

368

704

8896

288

604

408

417

720

963

292

634

416

465

736

9039

296

664

424

512

752

-94

300

694

432

559

768

158

304

724

440

606

784

221

308

753

448

651

800

283

312

782

456

697

816

345

316

811

464

742

832

405

320

840

472

786

848

469

324

868

480

830

864

524

328

896

488

873

880

583

332

924

496

916

896

641

336

952

504

958

912

698

340

979

512

8000

928

753

344

7000

520

-41

944

810

348

-34

528

-82

960

865

352

-60

536

123

976

914

356

7087

544

163

992

963

360

114

552

203

1000

10,000

 

Schlagworte: 

Drey und vierzigste Aufgabe. Einen nach dieser Cubik=Tabelle gemachten Visirstab, oder Visirriemen zu probieren, ob er recht gemacht sey?

Der folgende Teil stammt aus der 5. Auflage:

Man nehme mit einem Zirkel oder mit einem Stab das erste Maas von dem Visirstabe oder von dem Visirriemen, es sey das erste Maas nun die Benennung eines Maases, oder eines Eymers, oder Ohmfaßes, welche Benennung es auch seyn mag nach welcher das Visir gemacht ist, tragt solches von der ersten Bezeichnung des Maases auf dem Visir fort, so muß es in 8. einschlagen, es seyen nun Maaße, oder Eymer oder wie die Benennung ist. Trägt man von da dieses Maas auf dem Visire, nochmals fort, so muß es in 27. einschlagen, und also auf cubiksche Art ferner beym folgenden Umschlag in 64. und beym darauf folgenden in 125. eintreffen, so dann in 216. In 343. 512. 729. in 1000.

Würde man mit dem Zirkel oder mit einem Stabe die zwey ersten Benennungen es seyen Maaße oder Eymer, oder was es sind, zusammen nehmen, so muß es beym Forttragen eintreffen in 16. 54. 128. 250. 432. 686. 1024.

Nimmt man das Maas dreyfach, so muß es eintreffen in 24. 81. 192. 375. 648. 1029.

Würde man das erste Maas vierfach nehmen, so muß es eintreffen in 32. 108. 256. 500. 864.

Nimmt man das erste Maas fünffach, so muß es in 40. 135. 320. 625. 1080. eintreffen.

Sechsfach genommen muß es in 48. 162. 384. 750. eintreffen.

Siebenfach trifft es ein in 56. 189. 448. 875.

Achtfach, in 64. 216. 512. 1000.

Neunfach, in 72. 243. 576. 1125.

Zehenfach, in 80. 270. 640. 1250.

Welche Proben man auch von der Linea Solidorum oder Cubica des Proportionalzirkels, nehmen kann.

Schlagworte: 

Vier und vierzigste Aufgabe. Einen cubikschen Visirriemen zu machen nach welchen man große und kleine Faße visiren kann.

Der folgende Teil stammt aus der 5. Auflage:

1.) Der Visirriemen wird von Kalbledern Pergament also gemacht:

Man nimmt fein dünne gearbeitete Stücke Kalbledern Pergament, schneidet solche in lange Riemen die nach einem Linial gerade geschnitten, und alle von gleicher Breite ¾ Zolle breit geschnitten werden, und zwar so viele, daß man davon einen Riemen machen kann, der 18 auch wohl 30 Schuhe lang seyn kann. Diese Stücke und zwar jedes muß außen an seinen beyden Enden mit einem scharfen Meßer irgend ½ Zoll breit wohl abgeschabt werden, damit aller Kalch, Kreide und Staub davon kommt, außer diesem kann man die Stücke nicht zusammen leimen. Nun macht man einen guten Schreinerleim und leimet damit die Stücke zusammen daß es ein langer Riemen wird. Hiezu wird eine Kapfel von Holz gedrehet, welche etwas tiefer als der Riemen breit ist. Durch solche Kapfel wird eine Walze von Meßingdraht gemacht, die an dem einen Ende eine Korbe: wie an einem Schleifstein hat; in dieser Walze wird in der Mitte ein Loch gemacht und daran der Riemen mit einem Ende bevestigt, wenn die Walze durch den untersten Boden durch den ein Loch gehet, gesteckt ist, und also wird auch ein Einschnitt durch das untere Theil und durch den Deckel, der sich in die Kapfel einschieben laßen muß, gemacht, durch welchen Einschnitt der Riemen zur Kapfel sich aus= und einwinden läßt, dabey die Walze so lang seyn muß, daß sie durch den Deckel der Kapfel, in welchen deßhalb in der Mitte ein Loch, wie im Boden gemacht ist, hindurch gehet. Nun wird mit der Korbe der Riemen in die Kapfel hinein gedrehet. Und im Fall man den Riemen heraus thun will, so wird nur an dem Ende des Riemens das außerhalb bleibt, gezogen, so windet sich der Riemen heraus, und so mit ist die erste Zubereitung des Riemens geschehen.

Auf welche Art aber solcher Riemen zu einem Visir gemacht wird, war mir lange ein Räthsel, indem ich mehrere geschickte Büttnermeister, um die Methode des Auftragens des Visirs, befragte, die sich aber damit entschuldigten, daß sie solches von einem andern abgenommen hätten. Dieses befriedigte mich nicht, bis ich die Sache nach der Berechnung der cubikschen Visirstäbe untersuchte, und fande, daß der Winkel den man mit dem Visirriemen von dem Spundloch an, über die Länge der Daube hinweg, und von da an, über den Boden des Faßes hinab, bis zur Gargel, macht, eben nichts anders ist, als die Diagonallinie, die man innerhalb des Faßes oben vom Spundloch an, bis hinab auf den Boden, zur Gargel, mit dem Visirstabe, nimmt: Nur mit dem Unterschiede, daß das Riemenmaas viel länger wird, als das Maas des Visirstabes ist. Ich verfuhr demnach um das Riemenvisir genau heraus zu bringen also:

Weitere Erklärung davon.

2.) Nehmt von einem geschickten Büttner ein regelmäßig gemachtes Faß, das just einen Eymer, nach dem Gemäße eures Ortes, hält, daran die Daubenköpfe weder zu lang noch zu kurz, die Reife weder zu dick noch zu dünn, das Holz weder zu stark noch zu schwach, und die Gargel am rechten Orte stehet; macht an das äußere Ende des Riemens einen Strich mit Dinte, irgend Handbreit vom Ende einwärts, dieses sey der Anfang des Maaßes. Nun haltet
3.) Diesen Strich mit A bezeichnet just über die Mitte des Spundlochs am Faße, ziehet den Riemen, der Länge nach, über die oberste Daube hin und von da, über den Boden hinab bis an die Gargel, bezeichnet dieses Maas mit 1 Eymer.
4.) Dieses Maas von A bis zu 1. Eymer traget auf einen geraden Stab und ziehet eine Linie von A bis zu 1. Eymer, theilet diese Linie in tausend gleiche Theile folgender Gestalt:

    a) Theilt solches in der Mitte in 2 Theile.
    b) Jeden dieser 2 Theile theilt in 5 Theile, so werdens 10 Theile.
    c) Jeden dieser Theile theilt in der Mitte in 2 Theile, so werdens 20 Theile.
    d) Jeden dieser Theile theilt wieder in 5 Theile, so werdens 100.
    e) Theilet jeden dieser Theile in 2 Theile, so sind es 200 Theile.
    f)  Ist es möglich daß das Maas, zwischen zween dieser Punkte, nicht zu klein ist, so theilt jeden dieser Theile wieder in 5 Theile, so sind es 1000 Theile, und also ist der Maasstab fertig. Nun verfahret mit Auftragung der folgenden Eymer auf den Riemen also:

5.) Nehmet für den 2ten Eymer, aus der cubicschen Tabelle die Zahl 259 die bey dem zweyten Eymer steht, nehmt von dem Maasstabe mit einem Zirkel oder mit einem andern Maase 259 Theile und tragt diese auf dem Visirriemen vom Strich 1. Eymer weiter, macht da wo das Maas hinfällt, wieder einen Strich, der giebt das Maas, vom ersten Strich A an den Zweyten Eymer, setzt also 2 Eymer dahin.
6.) Nun nehmt aus der Tabelle für den dritten Eymer 442. Nehmt also vom Maasstabe 442 Theile, tragt solche vom Strich 1 Eymer auf dem Riemen weiter, das ist das Maas für den dritten Eymer, zeichnet dahin den dritten Eymer.
7.) Nehmt aus der Tabelle für den 4ten Eymer 587. Diese Theile nehmt vom Maasstabe, tragt solche, vom Strich des ersten Eymers, weiter, das giebt das Maas zum vierten Eymer.

Wenn man nun also fort fährt die folgenden Maase aus der Tabelle und vom Maasstabe nimmt, und solche vom Strich des ersten Eymers immer weiter trägt, so kann man bis zum achten Eymer welcher die Zahl 2000 hat, auftragen.

Hierbey merke ich an, daß beym zweyten Eymer statt 259 es sollte heißen: 1259 beym dritten Eymer sollte es heißen 1442. Da man aber einen allzugroßen Zirkel, oder ein immer größeres Maas haben müßte, um die 1000 und übrigen Theile vom Maasstabe zu nehmen: Inzwischen der erste Eymer bis zu seinem Strich 1 Eymer, die 1000 Theile hat, so nimmt man immer den ersten Eymer für 1000 Theile an, und trägt von da nur die übrigen Theile, welche über das erste 1000 sind, für die ersten 8 Eymer, auf dem Riemen fort, blos aus der Ursache um den allzugroß erforderlichen Zirkel oder ein ander großes Maas zu ersparen. Deshalb ich auch schon in der Tabelle für jeder Diagonalzahl die 1 als das 1000 weggelaßen, bis die Zahl 2000 eintritt, welches zu merken ist. Denn es sollte beym 2ten Eymer 1259 heißen, also auch beym dritten Eymer 1442 und so fort.

8.) Bey dem achten Eymer werden 2000 genommen, also muß das Maas von dem Maasstabe zweymal genommen und auf den Riemen für den achten Eymer hingetragen werden.
9.) Bey dem neunten Eymer steht die Zahl 80. dafür es heißen sollte: 2080. Um hiebey wieder den vorigen Vortheil zu brauchen, nimmt man nur von dem Maasstabe 80. Diese 80 werden von dem Strich des achten Eymers auf dem Riemen fort getragen, das giebt den Neunten Eymer, weil der achte Eymer die 2000 Theile in sich begreift. Nun wird also fort gefahren, alle Maaße aus der Tabelle genommen, und nach dem Maasstabe vom Strich des achten Eymers aufgetragen, bis zum 27. Eymer, welcher das Maas 3000. hat, da denn das Maas des 1. Eymers 3mal aufgetragen wird für den 72. Eymer. Alsdenn
10.) Da der 27te Eymer 3000 Theile hat, so werden vom Maasstabe für den 28. Eymer nur 36 Theile genommen und aus dem Striche des 27 Eymers fortgetragen. Und so bey den übrigen Maaßen, welche alle bis zum 63ten Eymer aus dem Strich des 27 Eymers aufgetragen werden.
11.) Beym 64ten Eymer wird das Maas des ersten Eymers nämlich 1000 viermal aufgetragen, und nun wieder alle folgende Maaße aus dem Strich des 64. Eymers aufgetragen, bis zum 124. Eymer.
12.) Der 125. Eymer hat die Zahl 5000. da denn eben wie bisher, und so fort verfahren und gemeßen wird.
13.) Wollte man die viertels oder 8tels oder 10tels Eymer zwischen den Eymern haben; so wird der Raum zwischen jeden Eymer in 4 oder 8 oder in 10 Theile getheilt, und die Striche nur halb so groß, als die Eymerstriche gemacht.

Schlagworte: 

Fünf und vierzigste Aufgabe. Auf diesen Visirriemen die Maaße bis zu einem Eymer zu tragen.

Der folgende Teil stammt aus der 5. Auflage:

Es mache ein geschickter Büttner ein wohl proporzionirten Fäßchen, welches ein accurates Maas seines Ortes hält, wie vorher von dem eymerichen Faß gesagt ist. Hat man dieses, so wird damit auf eben die Art verfahren, wie mit dem eymerichen Faß: Man meße von der Mitte des Spundlochs über das Fäßchen, der Länge der Dauben nach hinüber, den Boden hinab bis zur Gargel, dieses Maas trage man auf eine gerade Linie auf einem Maasstabe, theile dieses in 1000. Theile wie oben in der 44. Aufgabe gesagt ist. Bezeichnet das erste Maas von dem Strich A auf dem Riemen mit 1 Maas. Nehmt vom Maasstabe 259 Theile, tragt solche vom Strich 1 Maas weiter und verfahrt wie kurz zuvor vom Eymer gesagt ist, bis hin zu dem Strich des ersten Eymers, so ist geschehen, was ihr verlangt.

Schlagworte: 

Sechs und vierzigste Aufgabe. Einen Faßthürreißer zu machen, mit welchem man, auf das Allergenaueste, die Thüre so wohl, als das Thürloch in den Faßboden reißen kann von Meister Carl Bock, in Maynstockheim.

Der folgende Teil stammt aus der 5. Auflage:

38te Tafel.

1.) Macht von harten Holz ein Stück 15 Zolle lang, 2 Zolle breit und 2 Zolle dick, Figur. 1.
2.) Sechs Zolle lang behält dieses Holz einerley Stärke, 9 Zolle lang wird solches oben und unten ½ Zoll eingeschnitten, und oben und unten weggeschnitten, damit es nur einen Zoll stark bleibet.
3.) In der Mitte bey a, wird ein Loch durch gemacht 5 Zolle lang und so dick, daß die nachfolgende beschriebene Ankerschraube Figur. 4. durchgehet, damit man in diesem Loch die Ankerschraube hin und wieder schieben kann.
4.) Wird das Zwerchholz Figur. 2. sieben Zolle lang, 2 ½ Zoll dick und 2 ½ Zoll breit gemacht; durch dieses Zwerchholz wird das Loch in der Mitte zwischen b, c, 2 Zolle breit und 1 Zoll hoch gemacht, dadurch das oben beschriebene Holz Figur. 1. a, kann genau durch gesteckt werden. Damit aber beym Zusammenstellen dieses Instrumentes der Anker desto vester stehet, wird auf der einen Seite dieses Lochs, bey c, dasselbe ½ Zoll länger, aber nur ½ Zoll hoch gemacht, damit man den Keil Figur. 3. dahin eintreiben kann, um dadurch das Ankerholz desto vester stehender zu machen.
5.) Zu diesem Holz wird die Ankerschraube, Figur. 4. 9 Zolle lang, ½ Zoll dick, und der Anker unten daran 3 ½ Zoll breit, mit einer guten Schraube obenher gemacht. Zu diesem Anker müßen 2 starke Bleche 2 ½ Zoll lang, 1 ½ Zoll breit gemacht seyn, jedes in der Mitte mit einem runden Loch, dadurch die Ankerschraube sehr genau gehet. Diese Bleche werden auf das Zwerchholz Figur. 2. just in der Mitte, oben und unten in das Holz eingelaßen, wie Figur. 2. bey d, zu sehen, damit sie, besonders das untere Blech nicht über das Holz in die Höhe stehen, und beyde Bleche müßen mit versenkten Schrauben, welche nicht über die Bleche in die Höhe gehen, vest auf das Holz angeschraubet werden; und so mit durch die beyden Bleche das Loch durch das Holz gebohret werden, dadurch alsdenn die Ankerschraube gesteckt wird.

Nun wird das lange Holz Figur. 1. folgender Gestalt, mit dem Reißer gemacht.

6.) Von einem guten Zeuchschmidt, wird der Reißer Figur. 5. Sechs Zolle hoch, ¼ Zoll dick, und ½ Zoll breit, also von dem besten englischen Stahl gemacht, daß solcher unten bey F, auf allen 4 Seiten, sehr scharf wird; daher sich der Zeuchschmidt ein keilförmiges Instrument machen muß, womit er unten bey F, in den Reißer, das Loch in die Höhe zu, wenigstens ¼ Zoll tief einschlägt, welches Loch alsdenn außen an denen Kanten, auf allen 4 Seiten, auf das Schärfste umfeilet wird, damit es auf beyden schmalen, als beyden breiten Seiten seine Schärfe erhält.

Will er aber lieber 4 keilförmige Stücke Stahl besonders schmieden, und alsdenn zusammen schweisen, damit das Loch unten am Reißer, desto tiefer wird; oder will er das Loch einhauen, so seye solches seiner Kunst überlaßen.

7.) Wird am obern Theile des Reißers, dieser mit einer starken Verkröpfung versehen, durch welche eine eben so starke Schraube 6 Zolle lang gehen muß, womit man den Reißer kann ein und in die Höhe schrauben, wie Figur. 5. zu sehen.
8.) Zu diesem Reißer werden wieder zwey sehr starke Bleche gemacht, jedes mit einem Loch, dadurch der Reißer sehr genau gehet, diese Bleche werden jedes 3 Zolle lang, 1 ½ Zoll breit, oben bey g, Figur. 1. und unten in das Holz, eingesenkt, und jedes dieser Bleche mit 2 versenkten Schrauben vest angeschraubet, so daß besonders das unterste Blech sammt seinen beyden Schrauben nicht über das Holz in die Höhe stehet.

Durch dieses Holz muß vorher das Loch h, Figur. 1. gemacht seyn, durch welches der Reißer gesteckt wird. Dieses Loch aber muß dergestalt durch das Holz gehen, daß der Reißer gegen die horizontale Lage des Holzes um 1/10 der Holzdicke unten bey F, links hinaus, gegen das Ende zu stehe, nicht gegen das Zwerchholz, damit der Thürriß am Faßboden so wohl als die Thüre außerhalb um irgend ¼ Zoll enger, als innerhalb des Faßes wird.

9.) Wird nun zu der Schraube die am Reißer Figur. 5. ist, eine eißerne Gabel geschmiedet, Figur. 6. durch welche oben ein Loch, ohne eine Schraubenmutter, gehet, durch welches Loch die Schraube gestecket, und der Reißer, welcher oben in der Verkröpfung die Schraubenmutter hat, an solche Schraube angeschraubet, um solchen, beym Thürreißen immer weiter herab schrauben zu können, deßhalb oben an der Schraube, unter der Gabel ein Vorreiber gemacht wird, daß solche Schraube innerhalb der Gabel bleiben muß, um nur damit den Reißer immer tiefer abwärts schrauben zu können.
10.) Muß diese Gabel auch ihre Stärke haben; sie muß 5 ½ Zoll hoch seyn, und unten 2 Zolle weit voneinander stehen, damit solche unten Figur. 1. bey K, auf beyden Seiten des Holzes vest angeschraubet werden kann. Sie muß sich nach der Schregestehung des Reißers richten, und muß daher eben so schrege wie der Reißer stehen, wie das untenher ganz zusammen gesetzte Instrument zeigt.
11.) Figur. 3. ist der Keil, welcher in das Zwerchholz, wie an der zusammen gesetzten Figur bey 3. zu sehen, eingeschlagen, und damit das Zwerchholz recht veste angekeilet wird, damit das Zentrum, welches der Anker ist, sich nicht verrucken kann.
12.) Noch will ich anmerken, daß wegen der Schregestehung des Reißers, wie oben Nro. 8. gedacht worden, man am besten also verfähret: Man meße die Holzdicke Figur. 1. bey der Seite K, die ist hier 2 Zolle. Diese 2 Zolle theilet man in 10 Theile. Nun ziehe man mit einem Winkelmaas, dorten auf Figur. 1. wo das Loch für den Reißer bey h, durch soll, eine winkelrechte Linie von dem Loch h, auf der Seite K, herab, und steche von der Linie K, 1/10 der Breite des Holzes zurück gegen F, und ziehe von dem Loch h, oder von dem gerade stehenden Perpendikel, die schrege Linie K, F, und also nach dieser schregen Linie wird von h, das Loch gegen F, für den Reißer durch gemacht, wonach nun auch die Gabel Figur. 6. mit der Schraube Figur. 5. also schrege, vest an das Instrument angeschraubet wird, nach welcher Richtung der Reißer recht stehet.

Will man nun mit diesem Reißer in den Faßboden eine Thüre einreißen, so wird auf den Faßboden, die Thüre mit einem Zirkel und Maasstab aufgerißen, alsdenn wird durch den Zirkelstich des Gewölbes ein Loch just so dick daß die Ankerschraube gehebe durch gehet, winkelrecht durch gebohret, und die Ankerschraube durch dieses Loch gesteckt, so daß der Anker am innern Theil des Bodens zu stehen kommt; alsdenn wird das Zwerchholz des Instruments an das lange Holz gehörig angesteckt und die Ankerschraube durch die Schraubenlöcher hindurch gesteckt; alsdenn wird der Reißer just auf die Peripherie des Thürzirkels gerichtet, darauf die Ankerschraube angezogen wird, und so nach der Keil bey drey vest in das Zwerchholz eingetrieben, daß das Zwerchholz recht veste an dem langen Holze hält; darauf man das lange Holz vor= und rückwärts beweget, durch welches Bewegen, der Reißer das Gewölbe der Thüre sehr nett einschneidet. Bey solcher Bewegung muß der Reißer mit seiner an sich habenden Schraube immer tiefer eingeschraubet werden, bis das Gewölbe ganz durchschnitten ist.

Auf gleiche Art wird nun auch die Wölbung zur Thüre gemacht, wie es die Einsicht von selbsten giebt, an welcher man zugleich den Riß, mit der nämlichen Zirkelweite, als das Gewölbe der Thüre hat, aufträgt.

Schlagworte: 

Sieben und vierzigste Aufgabe.

Der folgende Teil stammt aus der 5. Auflage:

Noch habe ich bey der Vermehrung dieses Buches eine Umschreibung beyfügen wollen, für diejenigen Büttner und Daubenhauer, welche Dauben zu hauen haben, in andern Ländern, z. B. in dem Königreich Preußen, und um Genev herum etc. Indem man nicht in allen Ländern Daubenhauer hat, welche diese Sache verstehen, wie die Dauben zu folgenden Gattungen Fäßern, von 9 fränkischen Maassen anfangend bis zu 100 Fudern, oder nach wirtenbergischen Maas von 6 Maas an, bis zu 296 Eymern, und zwar nach dem nürnberger Schuh, zu hauen sind.

Hiezu habe ich nach den Tübinger Büttner=Meister Müller, nebst der Länge der kürzesten Dauben, auch die Dicke der Köpfe, sodann auf wie viel Zolle der vierspitzige Zirkel zu stellen ist, ferner die Länge oder das Maas der Faßböden, und wie viel ein Faß nach angesetzter Länge der Dauben und Böden, beyläufig halten kann, in folgender Tabelle verzeichnet.

Tabelle hiezu.

Länge der Dauben.

Dicke der Köpfe.

Stellung des Zirkels.

Länge der Böden.

Fränkisch Maas

Würtenbergisch Maas

Schuh

Zolle.

Zolle.

Zolle.

Schuh

Zolle.

Eymer

Maas

Eymer

Maas

1

-

 

½ 

von 8

bis 9

1

-

-

9

-

6

1

6

 

5/8

-

-

1

1 ½ 

-

30

-

20

2

-

 

¼

-

-

1

8 ½ 

1

10 ½ 

-

47

2

6

1

-

-

-

2

1 ½ 

2

18

-

92 Maas

3

-

1

-

-

-

2

6

4

-

1

- Imi.

3

6

1

3/8

-

-

2

8 ½ 

6

15

1

9

4

-

-

-

-

-

3

3

9

15

2

5

4

6

1

¾

-

-

3

7 ¾

13

30

3

6

5

-

-

-

-

-

4

-

17

10

4

8

5

6

2

1/8

-

-

4

4 ½

24

45

6

3

6

-

2

¼

von 8

bis 9

4

8 ½

32

-

8

-

6

6

2

½

-

-

5

-

40

30

10

2

7

-

-

-

-

-

5

4 ½

50

30

12

10

7

6

2

7/8

-

-

5

9

62

45

15

11

8

-

3

-

-

-

6

1 ½

76

30

19

2

8

6

3

¼

-

-

6

6

90

-

22

8

9

-

3

¼

8 ¼

bis 9 ¼

7

1 ½

107

30

26

14

9

6

3

¾

-

-

7

4 ½

126

30

31

10

10

-

-

-

-

-

7

9

148

15

37

1

10

6

4

-

-

-

8

-

171

45

42

15

11

-

4

1/10

-

-

8

2

196

45

49

3

11

6

-

-

-

-

8

10

225

-

56

4

12

-

4

2/5

-

-

9

2 ½

256

-

64

-

12

6

4

3/5

8 ½ bis

9 ½

9

7

280

40

72

4

13

-

-

-

-

-

9

11 ½

325

15

81

5

13

6

4

9/10

-

-

10

4

364

-

91

-

14

-

5

-

-

-

10

8 ½

406

-

101

8

14

6

5

2/10

8 ¾ bis

9 ¾

11

-

449

45

113

1

15

-

-

-

-

-

11

4

501

-

125

4

15

6

5

½

-

-

11

8

551

-

137

12

16

-

5

7/10

-

-

12

1 ½

607

-

151

12

Tabelle hiezu.

Länge der Dauben.

Dicke der Köpfe.

Stellung des Zirkels.

Länge der Böden.

Fränkisch Maas

Würtenbergisch Maas

Schuh

Zolle.

Zolle.

Zolle.

Schuh

Zolle.

Eymer

Maas

Eymer

Maas

16

6

5

4/5

9 bis

10

12

6

666

-

166

8

17

-

6

-

-

-

12

10 ½

727

30

181

14

17

6

6

1/12

-

-

13

3 ½

795

-

198

12

18

-

6

¼

-

-

13

8

864

-

216

-Maas

18

6

-

-

9 ¼ bis

10 ¼

14

1

937

30

234

6

19

-

6

½

9 ¼ bis

10 ¼

14

5 ½

1016

-

254

-

19

6

6

5/9

-

-

14

10

1100

-

275

-

20

-

6

¾

10 ½ bis

12 ½

15

2 ½

1194

20

296

8

Hiebey ist noch anzumerken, daß dahier in Franken 60 Maaße einen Eymer machen, und daß 12 Eymer für ein Fuder gerechnet werden, dabey in dieser Tabelle, der Weitläufigkeit wegen, nur die Eymer und Maaße nach dem fränkischen Maas angeschrieben worden, welche Eymer, wer will, in Fuder auflösen kann.

Das würtenbergische Maas besteht darinnen: 10 Maas sind ein Imi, und 16 Imi machen einen Eymer oder 160 Maaße.

In Vergleichung beyder dieser Maaße, sind 4 fränkische Eymer, für einen würtenberger Eymer gerechnet.

Schlagworte: 

Zweyter Abschnitt. Vom Weinbau im Keller.

1Daß geschickte und erfahrne Weinhändler und Büttner, für welche dieses kleine Buch nicht geschrieben ist, ohne hin in dieser Wissenschaft erfahren sind, setzet man zum voraus: Man wird also in diesen Abschnitt nur einiges sagen, daß nicht jeder weiß, und besonders noch junge Büttnere, die öfters bey großen Weinlägern, von allerhand Sorten, zu thun bekommen, um auch ausländische Weine warten zu können. Es folget dahero

  • 1. Ich warne hiermit ausdrücklich vor der Anwendung dieser "Rezepte"!
Schlagworte: 

1.) Wie die allgemein bekannte Weinschöne für weise Weine, zubereitet wird.

Nehmet auf ein Fuder Wein 1 Loth gute Hausblase, zerschlaget solche und schneidet sie mit einer Scheere ganz klein, alsdann weichet sie 12 bis 18 Stunden, in helles Wasser, und wenn sie etwas weich worden, so arbeitet und zerdrucket sie wohl mit der Hand, thut etwas mehr, aber nicht zuviel Wasser daran, lasset sie wieder einige Zeit stehen, und wenn sie wohl aufgequollen, so gießet etwas Wein dazu, und thut sie in ein größer Gefäß, peitschet solche, mit einem neuen Besen, wohl; lasset sie fort wachsen, alsdann peitschet sie wieder mit dem Besen, gießet wieder etwas Wein dazu, und lasset sie ganz auswachsen, peitschet sie wieder mit dem Besen, bis sie endlich ganz zu Schaum wird. Gießet noch mehr Wein daran, und schüttet es in zween Kübeln etliche mal durcheinander, gießet es sämtlich ins Faß, und treibet solches darinnen, mit einem Stock, daran eine Kette ist, recht durch einander, so wird er in 10, 12 Stunden klar. Nur ist in Acht zu nehmen, daß im Anfang nicht viel Wasser genommen wird, sonst ersäuft die Hausblase, und gehet nicht auf.

Schlagworte: 

2.) Wenn ein Wein fett und sich nicht geben wollte.

Lasset ein Viertelpfund Salpeter und soviel Salz rösten, bis es gelb wird, wenn es kalt worden, machet es zu Pulver und thut dazu 1, Viertelpfund präparirt Weinsteinpulver, und auch so viel präparirt Alabasterpulver, dieses alles thut in die erst beschriebene Weinschöne, treibet es recht durcheinander, gießet alles in den Wein, und gebrauchet dabey die Kette zum Herumrühren, das thut aber nicht lange.

Schlagworte: 

3.) Most von der Kalter weg, zu schönen.

Nehmet auf ein Fuder, 6 Maß Geiß oder Ziegenmilch, wie sie warm von der Geiß komt, und gießet solche in den Most, dabey ihr mit der Kette beydes wohl durcheinander treibet, so ist er in 3 Tagen helle, denn diese Milch treibet die Hefe unter sich.

Schlagworte: 

4.) Schön zum rothen Wein.

Arbeitet 24. Eyer mit einem Maß Schön von Numer 1, bis es Schaum wird, und thut solches ins Faß.

Schlagworte: 

5.) Wenn ein rother Wein fett und sich nicht klar machen wollte.

Nehmet auf ein Fuder 2 Maß warme Kuhmilch, zu der Schön von Numer 1, thut dazu ein halb Pfund präparirten klaren Alaun, ein viertel Pfund präparirt Weinsteinpulver, 6. Hünereyer, samt den klar gemachten Schalen, peitschet es mit einem neuen Besen wohl, und das thut auch mit der Kette im Faß, wenn ihrs darein gegossen habt, spundet das Faß zu, so wird der Wein in etlichen Stunden klar.

Schlagworte: 

6.) Rothen Franzwein zu schönen.

Nehmet auf einen Eymer 6, Eyer und 3, Loth Weinsteinpulver, auch 2 Loth gebrannten Alaun, treibet es in einem Hafen recht klar, und gießet es in den Wein, und treibet ihn ein wenig unter einander.

Schlagworte: 

7.) Spanische Weine zu schönen.

Nehmet auf 4 Eymer die Hälfte der Schön von Numro 1, dazu thut 3, Maß abgeraumte Kuhmilch, und gießet solches in den Wein, so verliehret er die Rauhigkeit, und bekommt seine Farbe. Ziehet ihn alsdann von der Schöne ab, nehmet des besten Kanarienseckt ein Maß, und 2 Maß von diesem Wein, gießet beydes wohl durcheinander, schüttet solches in den Wein, und arbeitet ihn durch einander. Man brenne aber das Faß nicht ein, weil diese Weine allzu hitzig sind.

Schlagworte: 

8.) Muskatenwein zu schönen.

Nehmet auf 2 Eymer, ein halb Maß von der Schön Numer 1, thut darein irgend 2 Loth Hirschhorn, und arbeitet es recht in den Wein.

Schlagworte: 

9.) Rothen spanischen Wein gut zu erhalten.

Man lässet ihn auf der Mutter oder Hefe liegen, wie die portugiesischen Weine, so wird er je älter je stärker aber nicht helle.

Schlagworte: 

10.) Spanische und andere Weine süß zu machen.

Nehmet auf 1 Eymer ein halb Pfund weisen guten Honig, setzet ihn mit 3 Maß Wein zum Feuer und schaumet ihn wohl ab, alsdenn schlaget ihn im Faß wohl durcheinander.

Schlagworte: 

11.) Wenn rothe Weine ihre Farbe verlohren haben.

Nehmet auf 2 Eymer ein Loth Turnisol, davon komt die Farbe wieder, und thut keinen Schaden.

Schlagworte: 

12.) Wenn ein Wein will sauer werden.

Nehmet auf 1 Fuder irgend 2 Pfund Lein, das ist, Flachssaamen, zerschlaget ihn wohl, und hänget solchen in einem Sack in das Faß, so lange, es nöthig ist.

Schlagworte: 

13.) Wenn der Wein sauer wäre worden.

Nehmet auf ein Fuder 1 Pfund Senftkörner, 1 halb Pfund Lauchsaamen, 1 halb Pfund Beyfussaamen, zerstosset alles, nehmt 1 Maß Brantewein, und brennet das Faß, darein ihr den sauren Wein wollet thun, damit ein, spundet es zu, und lasset es 24 Stunden also liegen, alsdenn füllet den Wein darein, und hänget obige Saamen, dazu ihr noch 3 zerschnittene gelbe Ruben, die röthlich sehen, thut, in einem langen Säckchen darein, so wird er bald wieder gut werden.

Schlagworte: 

14.) Wenn ein rother Wein wäre sauer worden.

Nehmet einen Schrepfkopf von einem Bader, füllet ihn voll weisen Mastix; hänget den Schröpfkopf an einen Drat, in ein reines Faß, und brennet solches damit ein, als denn gleich in diesen Rauch den Wein in dieses Faß gefüllet, so wird er bald wieder gut.

Schlagworte: 

15.) Noch eine Cur für sauren Wein.

Nehmet 2 Maße von diesem Wein, und lasset sie in einem neuen Topf, bey starkem Feuer, bis auf die Hälfte einsieden, thut ihn vom Feuer, decket ihn auf und sehet, daß ihr solchen mit einem brennenden Span, anzündet; brentnet er, so decket die Stürze darauf, und lösche ihn wieder, thut ein Maß guten Brantwein in den sauren Wein, ins Faß, und schüttet so gleich den siedenden Wein darein, machet das Faß wohl zu, daß keine Luft hinein kann, so wird der Wein in 14 Tagen wieder brauchbar. Auf jedes Fuder werden 2 Maß gekocht.

Schlagworte: 

16.) Schimmlichten Wein zu helfen.

Nehmet auf 1 Fuder 2 Hände voll Salbey, und so viel Rauten, schneidet beydes klein, und hänget es, in einem langen dünnen Säckchen, in den Wein, oben auf den Spund legt ein frisch gebackenes Rockenbrod, von irgend 4 Pfunden, ganz heiß aus dem Backofen, darein wird unten ein Loch = und die Rinde etwas weg geschnitten, dieses Loch leget auf das Spundloch, und thut dieses letztere etliche mal, welches den Schimmel ausziehet.

Schlagworte: 

17.) Eine andere Kur für den Schimmel.

Nehmet auf ein Fuder irgend 2. Pfund rohe Gerste, röstet solche ganz braun, schüttet sie heiß in einen langen Sack, und hänget sie in den Wein so heiß: über Nacht wird der Geschmack weg seyn. Lasset ihn in ein ander Faß füllen, und alsdann erst die Gerste aus dem Faß thun.

Schlagworte: 

18.) Auch für den Schimmel.

Nehmet auf ein Fuder 1. Pfund gedörrte Salbey, und 1. Pfund Wachholderbeer, stosset beydes zusammen. Machet ein lang dünnes Säckchen, tunket solches in guten Brantwein, und thut obige Stücke darein, hänget solches in den Wein, so wird er in 3 Tagen wieder gut.

Schlagworte: 

19.) Wenn Wein vom Faß einen Geschmack bekommt.

Nehmet auf 2, Eymer 36, ganze Lorbeere, lasset den Wein ab, und hänget sie darein.

Schlagworte: 

20.) Wenn der Wein einen garstigen Hefengeschmack hat.

Nehmet auf ein Fuder 2. Loth Süßholz, schneidet, solches ganz klein, hänget es 3, oder 4, Tage darein, lasset den Wein gleich ab, und wenn der Geschmack nicht ganz weg, so hänget noch einmal so viel frisches Süßholz darein, lasset in 2, Tagen den Wein nochmals ab.

Schlagworte: 

21.) Wenn der Wein zu viel Schwefel hat.

Machet auf ein Fuder 1 Loth Zimmet und so viel Muskatennuß klar, und hänget es darein.

Schlagworte: 

22.) Wenn der Wein abgeschmackt wird.

Hänget mit einem Stein Kordabenediktkraut, und auch von der Wurzel hinein; er bekommt Kraft und Geschmack wieder.

Schlagworte: 

23.) Dem Wein einen guten Geschmack zu geben.

Hänget in einem Tuche, 24 Stunden lang, auf 1 Fuder, eine Hand voll Scharlachkraut.

Schlagworte: 

24.) Abgestandenen Wein wieder zu helfen.

Nehmet zum Fuder 2 Loth langen Pfeffer, 1, Loth Kamillen, 1. Loth Muskatnuß, stosset alles klein, weichet es 3 Tage in guten Brantwein, brennet mit diesem Brantwein das Faß ein, lasset den Wein darein, und hänget obige Species darein.

Schlagworte: 

25.) Rothen Wein im Herbst zu machen.

Nehmet Schwarze= oder Heidelbeer, zerstoßet solche, machet Kuchen daraus, und dorret sie im Backofen. Im Herbste nehmet auf 2, Eymer 1 Pfund dieser Kuchen, thut sie ins Faß und lasset den Most darüber verjähren.

Schlagworte: 

26.) Dem Wein Firniß oder Alter zu machen.

Nehmet Wachholderöl und schüttet etwas davon in den Wein, so könnt ihr ihn machen wie ihr wollt.

Schlagworte: 

27.) Most das ganze Jahr hindurch süße zu erhalten.

Brennet das Faß stark mit Schwefel ein, und nachdem ihr viel machen wollet, thut etliche Hand voll Senftmehl darein, hänget (wenn ihr wollt, ein Stückchen rohen Speck hinein) füllet den Most darauf, und lasset ihn anfänglich alle 8, Tage ab, bey jedesmaliger starker Einbrennung, verwahret den Spund jederzeit wohl. Man muß ihn aber, so davon gezapfet wird, immer in kleinere Fäßer bringen, und solche möglichst voll halten.

Schlagworte: 

28.) Kräuterwein zu machen.

Nehmet auf einen Eymer eine Hand voll Franzosenholz, 2, Hände voll Wermuth, 3, Hände voll Salbey, 6 Loth Wachholderbeere, 3, Hände voll grüne Betonien, 2, Hände voll Ysopen, füllet das Faß mit hellen Most. Würde man eine Hand voll Lavendel, und 1, Hand voll Melissen dazu thun, so würde er noch besser.

Schlagworte: 

29.) Weichsel- oder Kirschwein zu machen.

Nehmet ganz zeitige Weichsel, oder Sauerkirschen, stosset sie im Mörsel mit den Kernen, und thut deren einen guten Theil in das Faß, je mehr je besser. Bindet vor den Hahn oder Zapfen des Faßes einen Büschel Hifften oder Hambutten, oder Buchenholzspäne, die vorher zwey Tage im Wasser gelegen sind, schlaget das Faß zu, und gießet einen gelinden Wein darauf. Wollet ihr solchen süß haben, so thut Zucker, Würznelken, Zimmet und Muskatnuß etwas zerstossen nach Belieben dazu. In vier Tagen kann man davon lassen. Würde man viele Weichseln in das Faß gethan haben, so füllet man gleich wieder Wein nach, so viel heraus gelassen worden. Man kann auch den ins Glas gezapften, wenn er zu dick wäre, mit andern verdünnen.

Schlagworte: 

30.) Muskatellerwein wird also gemacht.

Nehmet den blühenden Gipfel von Basilien oder das gedorrte Kraut einen Theil, 2, Theile gedorrte Holderblüthen, gestossenen Koriandersaamen 3, Theile. Dieses hänget in einem Sack 10, Tage in das Faß, und ziehet sodann den Wein in ein ander Faß.

Schlagworte: 

31.) Dem Wein einen guten Geschmack zu machen.

Nehmet auf ein Fuder 4 Loth weisen Ingber, 4 Loth langen Pfeffer, 2 Loth Muskatnuß, diese geschnitten, und obige Stücke zerstossen, 2 Loth Nägelein etwas gestossen, 2 Loth Galmey, das thut alles in einen Sack, gießet 1 Maß Brantwein darüber, und setzet es 3 Tage an die Wärme, hängets nachhero in den Wein fast bis an den Grund 2 Tage lang, drucket es aus, und gießet das Ausgedruckte in den Wein, hänget nachher das Säckchen nochmals hinein etliche Tage lang, drucket es wieder aus, und gießet das Ausgedruckte wieder in den Wein, das gibt ihm einen sehr guten Geschmack.

Schlagworte: 

32.) Alant Wein zu machen.

Nehmet hellen Most, von der Kalter weg, thut nach Belieben Alantwurzel dazu, und kochet es bey starkem Feuer, bis die Schale von den Wurzeln gehet, dabey schaumet ihn immer wohl ab, lasset ihn kalt werden, und thut solchen in ein eingebrenntes Faß.

Schlagworte: 

33.) Burgunder Wein zu schönen.

Nehmet auf einen Eymer 2, Loth Drachenblut, 2, Loth gebrannten Alaun, 2, Loth weise Kreide, machet alles zu Pulver, thut es unter 2, Maß von der Schönung Nro 1, und verfahret damit wie man die Weine schönet.

Schlagworte: 

Dritter Abschnitt. Vom Wein und Biereßig machen.

Schlagworte: 

Den Weineßig machet also:

Nehmet einen Eymer Eßig, der recht sauer und gut ist, und einen Eymer Wein, den ihr zum Eßig brauchen wollet, in den Kessel, dazu thut in einen Sack 2, Loth Pertramwurzel, 2, Loth Aaronwurzel, 2, Loth Kellerholzsamen, 2, Loth spanischen Pfeffer, siedet es wohl, und schäumet dabey immer ab. Fängt er an stark zu kochen, so schrecket ihn, mit einem Kübel voll kalten Eßig ab, lasset ihn sieden bis er recht sauer wird. Nun thut in ein Faß das ihr zum Eßig machen halten wollet, 8 Eymer guten alten Weineßig, und so viel Wein. Dazu thut 1, Maß Honig, 1, Maß Sauerteig, und ein viertelpfund gemahlenen Pfeffer, in 1. Maß Brantwein gerührt, in das Faß, und schüttet obigen gesottenen Eßig, gleich nach hinein. Dieses wird nur zum erstenmal also gemacht. Machet die Spünde und Trüblöcher zu: in 24, Stunden machet solche wieder auf und leget die Trübbretchen auf die Spundlöcher, lasset ihn also 8, Tage liegen. Nach 8. Tagen, wenn das Faß bis an die Trüblöcher voll ist, so traget 3, Eymer davon heraus in ein Ruhfaß. Siedet aufs Neue wie oben gesagt worden einen Eymer Eßig und einen Eymer Wein, und thut solches, nach dem Sieden, in das Faß, samt einen Eymer Wein, und verfahret wie oben. Haltet dabey den gewißen 8ten Tag und Stunde eurer Aus= und Einfüllung, so wird der Essig sauer und gut, und wird nicht umschlagen.

Schlagworte: 

2.) Eßig aus Rosinstielen zu machen.

Nehmet zu einem Eymer, halb geringen Wein und halb Wasser, 20, Pfund Stiele, zerstosset solche, und thut sie in das Faß zum Wein. Dazu nehmt 2, Loth von dem Oleo tartari per deliqu, und 1, Loth Spiritus Vitrioli, leget das Faß an einen warmen Ort, wollet ihr das Oel und den Spiritus nicht nehmen, so röstet 2, bis 3, Pfund Erbsen in einem Tiegel, bis sie fast schwarz sind, und thut solche warm in das Faß, lasset das Faß liegen, so wird bald Eßig daraus. Diesen könnet ihr alsdann sieden und wieder in das Faß füllen, so bleibt er sauer und gut.

Schlagworte: 

3.) Biereßig in Menge zu machen.

Verfahret damit wie bey dem Weineßig.
Nehmet einen Eymer guten Biereßig, und einen Eymer gering Bier, thut in den Sack 2, Loth Pertramwurzel, 2, Loth Aaronwurzel, 2, Loth Kellerholzsaamen, 2, Loth spanischen Pfeffer, siedet und schäumet es eine Viertelstunde, alsdann verfahret wie mit dem Weineßig, außer daß ihr noch in das Faß ,1 Viertelmaß Spiritus Vini und auch so viel Weinsteinöl thut. Auf eben diese Art lässet sich auch Eßig von Holzäpfeln machen.

Schlagworte: 

4.) Verdorbenen Eßig wieder gut zu machen.

Siedet einen Eymer des verdorbenen Eßigs, mit einem Eymer guten, thut die nämlichen Spezies auf die nämliche Art darein, wie vorher beym Weineßig gelehret worden. (Wäre der verdorbene Biereßig, so verfahret, wie beym Biereßigmachen gesagt ist) Thut diesen gesottenen Eßig in ein ander Faß, und verfahret ferner wie beym Wein oder Biereßigmachen. Wären Würmer in dem Eßig, so thut etwas vom dem Spiritus Vini, und Weinsteinöl darein, das vertreibet die Würmer.
Statt 8, Tagen lasset diesen Eßig 4, Wochen liegen, ehe ihr wieder abfüllet und Neuen dazu siedet. Man kan beym zweyten Sud, auch nur allein von dem verdorbenen Eßig ohne Wein dazu, nehmen. So wird der verdorbene Eßig wieder zurecht gebracht.

Schlagworte: 

5.) Trüben Eßig zu schönen, oder helle zu machen.

Nehmet auf 2 Eymer 1 Ey, das Weise mit dem Dotter, schlaget solches, bis es ganz Schaum wird, thut diesen Schaum ins Faß und arbeitet es recht untereinander, so wird er in 12, bis 18, Stunden helle. Wollte er sich nicht geben, so thut zu obigen Schaum 1 halb Loth Galizenstein, oder Bottasche, und verfahret, wie gesagt ist.

Schlagworte: 

Vierter Abschnitt. Vom Brantweinbrennen, hauptsächlich aber Liqueurs oder abgezogene Sorte davon zu machen.

Da das Brantweinbrennen von Frucht, Weinhefen, Trestern, Zwetschgen, Aepfel und Birnen, Kirschen und Weichseln und dann auch von Erdäpfeln, eine bekannte Sache ist, so ist hievon nur zu gedenken:

1.) Daß der Brantwein beym Brennen immer helle lauft.
Thut in den Kessel eine Hand voll präparirten Weinstein.

2.) Den Brantwein im Brennen stark zu machen, daß er die Probe hält.
Werfet zu einem Brand, in die Blase, 2, große Zwiefeln, ein paar harte Stücke Brod, und ein ziemlich Stück Meerrettig oder Green, dieses macht ihn stark.

Allerley Liqueurs vom Brantwein zu machen.

Anmerkung.

Man nimmt hiezu gern eine kleinere Blase als die ordentliche Brantweinblase ist, welche Kleinere irgend einen viertel= oder halben Eymer hält.

Schlagworte: 

Wollte man nun abgezogenen Brantwein oder einen Liqueur machen, so nehmet:

1.) Frucht oder Hefen oder einen andern Brantwein, thut solchen in die kleine Blase, und was ihr nun für eine Sorte machen wollet, zum Beyspiel, einen Zitronen Liqueur: so nehmt auf 12, bis 18, Maß, ein halb Pfund gedürrte Zitronenschaalen, schneidet solche etwas klein, und weichet sie etliche Stunden, oder über Nacht, in den Brantwein, des andern Tags ziehet diesen Brantwein über einem Kohlenfeuer ab, so lange er helle lauft. Alsdann habt ihr einen sehr starken Spiritus, welcher, wegen seiner Stärke, nicht so blos zu trinken, und daher mit folgenden Wasser zu versetzen ist.

Schlagworte: 

2.) Ein Wasser zu machen, damit die Liqueurs versetzt, gelinder gemacht und versüßt werden.

Nehmet auf 10, Maaß ,1 Pfund Speißzucker, thut solchen in 2, gute Maß Wasser das rein und helle ist, kochet den Zucker, bis das Wasser in dem neuen Hafen 3, zwerch Finger eingesotten ist. Nun nehmet einen von Drath hiezu geflochtenen Trichter, drucket einen Bogen Makulatur oder Löschpapier darein, und filtriret dieses Zuckerwasser dadurch, damit es helle wird. Von diesem Wasser thut, nach Belieben, mehr oder weniger, unter ein Maß des abgezogenen Spiritus, und machet ihn damit so gelinde und süß als ihr wollet.

Schlagworte: 

3.) Diesen Liqueur eine Farbe zu geben.

Wollet ihr solchen gelb haben, so weichet etwas ganzen Saffran in ein klein Glas, das mit dem starken Spiritus angefüllet ist, lasset ihn einige Zeit stehen, so ziehet sich die Farbe aus, damit könnet ihr, nach Belieben, den Liqueur gelb färben.

Schlagworte: 

4.) Wollet ihr den Liqueur roth haben,

so nehmet dörre Heidel= oder schwarze Beere, zerstosset solche und weichet dieselben ebenfalls, in ein Glas von obigen starken Spiritus angefüllet, so ziehet dieser die Farbe aus, damit ihr, nach Belieben die Liqueurs roth färben könnet.

Schlagworte: 

5.) Zimmet= Liqueur zu machen.

Weichet den Zimmet etwas zerstossen, etliche Stunden vorhero in den Brantwein, und verfahret damit wie Numer 1, und 2, gesaget worden.

Schlagworte: 

6.) Pommeranzen=Wasser,

wird wie Numer 1, und 2, gemacht, dazu man noch etwas Zimmet in die Blase thut.

Schlagworte: 

7.) Nägelein= und Muskaten = Liqueur,

machet wie Numer 1, und 2, auf 10, Maß Brantwein, nehmet 2, Loth von einer Sorte.

Schlagworte: 

8.) Kirschen = Wasser,

machet eben wie Numer 1, und 2, dazu nehmet gedürrte Kirschen und zerstosset sie etwas, thut etwas Zimmet mit in die Blase.

Schlagworte: 

9.) Von grünen Kirschen oder Weichseln,

kann man eine Portion zerknetschen und von dem Spiritus Numer 1, darüber gießen, auch etwas Zimmet dazu thun, etlichemal wohl umrühren, hernach setzen lassen, abgießen und mit Zuckerwasser versüßen und gelinde machen.

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10.) Anniswasser

wird wie Numer 1, und 2, gemacht, man nimmt auf 12, bis 16, Maß Brantwein ein Pfund Annis.

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11.) Fenchelwasser

macht wie das Anniswasser, nach Numer 1, mit Numer 2.

Schlagworte: 

12.) Zellri = Liqueur,

nehmt auf 12, Maß ein halb Pfund Zellrisaamen, und machet ihn wie Numer 1, und 2, saget.

Schlagworte: 

13.) Grausemünz oder Deumenten Liqueur

machet mit 12, Maß Brantwein und einer guten Hand voll dörrer Blätter von Deumenten, nach Num. 1, mit Num. 2, solchen fertig.

Schlagworte: 

14.) Wachholder = Liqueur,

machet eben wie Num. 1, mit Num. 2, wenn ihr auf 12, bis 16. Maß 3 gute Hände voll Wachholderbeere zerknetschet und mit brennet.

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15.) Kümmel = Liqueur.

Nehmet auf 12, Maß 3, Hände voll zerknetschten Kümmel, und macht ihn nach Numer 1, und 2.

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16.) Mischmasch zu machen.

Nehmet 12, Maß Brantwein, 6, Zitronen, ein halb Pfund Sassafras, 1, Pfund Süßholz, zerschnitten, ein halb Pfund Annis und 2, Loth Zimmet, machet es nach Num. 1, mit Num. 2.

Auf solche Art könnt ihr noch mehrere Arten von Saamen und Kräutern, die wohlriechend sind nehmen, und ihren Geruch durch das Abziehen in den Liqueur bringen. Als:

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17.) Melißenwasser,

machet wie Num. 1, mit Num. 2, dazu nehmet 3, Hände voll gedorrte Melißenblätter.

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18.) Mußkatenkraut = Wasser,

machet wie bey Num. 17.

Man kann zu denen mehresten Sorten dieser beschriebenen Liqueurs, etwas Zimmet, oder Nelken thun, so werden sie desto angenehmer.

 

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19.) Trüben Brantwein zu schönen, oder helle zu machen.

Nehmet auf einen Eymer 1, Loth Kamillenwurzel, stosset sie zu Pulver, schüttet den vierten Theil eines Maßes Brantwein, darüber, lasset es über Nacht stehen, schüttet solches alsdann in das Faß, so wird der Brantwein in 3, bis 4, Tagen helle.

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Kupfertafeln

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1te Tafel, Figur 1, 2, 3,

1te Tafel, Figur 1, 2, 3

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2te Tafel.

Büttnerlehre, Tafel 2

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3te Tafel.

Büttnerlehre, Tafel 3

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4te Tafel.

Büttnerlehre, Tafel 4

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5te Tafel.

Buettnerlehre, Tafel 5

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6te Tafel

Buettnerlehre, Tafel 6

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7te Tafel.

Büttnerlehre, Tafel 7

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8te Tafel.

Buettnerlehre, Tafel 8

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9te Tafel.

Buettnerlehre, Tafel 9

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10te Tafel

Buettnerlehre, Tafel 10

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11te Tafel.

Buettnerlehre, Tafel 11

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12te Tafel.

Buettnerlehre, Tafel 12

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13te Tafel

Buettnerlehre, Tafel 13

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14te Tafel, Figur 1.

Buettnerlehre, Tafel 14, Figur 1.

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15te Tafel, Figur 2.

Buettnerlehre, Tafel 15, Figur 2

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16te Tafel.

Buettnerlehre, Tafel 16

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17te Tafel.

Buettnerlehre, Tafel 17

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18te Tafel.

Buettnerlehre, Tafel 18

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19te Tafel.

Buettnerlehre, Tafel 19

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20te Tafel.

Buettnerlehre, Tafel 20

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21te Tafel.

Buettnerlehre, Tafel 21

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22te Tafel.

Buettnerlehre, Tafel 22

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23te Tafel

Buettnerlehre, Tafel 23

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24te Tafel.

Buettnerlehre, Tafel 24

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25te Tafel.

Buettnerlehre, Tafel 25

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26te Tafel.

Buettnerlehre, Tafel 26

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27te Tafel.

Buettnerlehre, Tafel 27

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28te Tafel.

Buettnerlehre, Tafel 28

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29te Tafel.

Buettnerlehre, Tafel 29

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30te Tafel.

Buettnerlehre, Tafel 30

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31te Tafel.

Buettnerlehre, Tafel 31

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32te Tafel.

Buettnerlehre, Tafel 32

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33te Tafel.

Buettnerlehre, Tafel 33

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34te Tafel.

Buettnerlehre, Tafel 34

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35te Tafel

Buettnerlehre, Tafel 35

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36te Tafel.

Buettnerlehre, Tafel 36

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37te Tafel.

Buettnerlehre, Tafel 37

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38te Tafel.

Tafel 38 ist in der Auflage von 1794 nicht enthalten. Die beiden Kupferstiche stammen aus der 2. Auflage (1808) bzw. der 5. Auflage.Buettnerlehre, Tafel 38 (2. Auflage)Buettnerlehre, Tafel 38 (5. Auflage)

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