(18) Dr. Ferdinand Simon Gassner: „Universal-Lexikon der Tonkunst“, Stuttgart 1847

Zang, Johann Heinrich, ein durch gar mancherlei Talente merkwürdiger Mann, der sich nicht allein als Componist und musikalischer Schriftsteller, sondern auch als Chemiker, Instrumentenmacher, Maschinist, Zeichner und Schönschreiber auszeichnete, ward zu Zella St. Blasii im Gotha’schen am 15. April 1733 geboren, und starb in Mainstockheim, wohin er als Cantor berufen wurde, 1802. Er componirte zwei vollständige Jahrgänge von Kirchencantaten, auf alle Festtage des Jahrs, mehrere Duzend Trio’s für die Orgel, eine Menge Claviersachen, schrieb ein technisches Werk für Orgel= und Instrumentenmacher, baute selbst Claviere und Fortepianos, und beschäftigte sich mit Chemie und Maschinenbau. Eine Vocalcomposition, „singende Muse am Main“ betitelt, hat er selbst gedichtet, componirt und nachher auch in Kupfer gestochen. Von seinen Kirchencantaten ist unsers Wissens keine gedruckt worden.

Quelle: https://books.google.de/books?id=JC6RwIWeg3AC&lpg=PA907&dq=Singende%20Muse%20am%20Main&hl=de&pg=PA907#v=onepage&q=Singende%20Muse%20am%20Main&f=false

Anmerkung:

Auch Gassner gibt wie Schilling Todesjahr und -ort falsch an. Offenbar hat er diesen Artikel als Vorlage.